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Meldung Tipps & Info Community 21.05.12

27.01.2012 - 15:06
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Twitter will bedenkliche Tweets mit nationalen Filtern blockieren

Regional blockierte Nachrichten bleiben im Rest der Welt verfügbar

Twitter will bedenkliche Tweets mit nationalen Filtern blockieren

Nationale Filter bei Twitter
Bild: Twitter; adware - fotolia.com

Seit knapp sechs Jahren können Mitglieder des Kurz­nachrichten­dienstes Twitter kurze, aus 140 Zeichen bestehende Statusmeldungen, sogenannte Tweets, an ihre Follower in der ganzen Welt versenden. Die Tweets waren dabei länderübergreifend sichtbar und ließen sich – falls notwendig oder gewünscht – bislang lediglich komplett löschen. Das soll sich in Zukunft ändern: Wie Twitter in seinem offiziellen Blog bekannt gab, lassen sich ab sofort einzelne Nachrichten auch jeweils nur in einem bestimmten Land blockieren. Die Filterung soll dabei nach von Twitter festgelegten Vorgaben durchgeführt werden.

Twitter begründet diese Änderung mit den gesetzlichen Regelungen und Vorstellungen von Meinungsfreiheit in den verschiedenen Ländern. Bestimmte Tweets würden in einigen Teilen der Welt als unangebracht oder gar verboten gelten. Als Beispiel führt der Dienst die Veröffentlichung von rechtsradikalen Inhalten in historisch und kulturell geprägten Ländern wie Deutschland und Frankreich an.

Nationale Filter aufgrund des internationalen Wachstums

Anlass für die neue Regelung ist nicht zuletzt das internationale Wachstum der Branche. Twitter ist zunehmend in Ländern verfügbar, die ganz verschiedene Vorstellungen von Meinungsfreiheit haben. In einigen Ländern bedenkliche Tweets können nun regional geblockt werden, bleiben aber für den Rest der Welt sichtbar. Der Verfasser der Nachricht wird im Fall einer eingeschränkten Veröffentlichung mit einer entsprechenden Begründung sowie einer Angabe der blockierten Region über diese informiert.

Twitter will bedenkliche Tweets mit nationalen Filtern blockieren

Benachrichtigung über gefilterten Tweet
Bild: Twitter

Twitter will mit den nationalen Filtern den gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Länder entsprechen und seine Präsenz in Gebieten wie beispielsweise China ausbauen. Bislang, so der Kurz­nachrichten­dienst weiter, wurden noch keine eventuell bedenklichen Tweets zurückbehalten. Dennoch hagelte es bereits Kritik über die Ankündigung. Einige Stimmen sprechen von Zensur und sehen in dieser Entscheidung einen Eingriff in die Meinungsfreiheit. In der Vergangenheit wurde der Kurznachrichtendienst des Öfteren als zum Teil einziger Kommunikationsweg aus Krisengebieten ins Ausland genutzt. So spielte Twitter mit seinen rund hundert Millionen Nutzern bei den arabischen Demokratie­bewegungen eine entscheidende Kommunikations-Rolle.

Genaue Informationen zu den neuen Einstellungen erhalten Twitter-Nutzer sowohl im Hilfe-Center als auch über ihre Account-Einstellungen.

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Rita Deutschbein

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