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Meldung Tipps & Info Community 16.05.12

Kostenkontrolle

Handy-Netzbetreiber bieten Kosteninfo per Telefon und SMS

Kundencenter-Apps zur Kostenkontrolle im Trend

Kostenkontrolle leicht gemacht: Alle großen Netzbetreiber bieten Wege an, den aktuellen Verbrauch abzufragen.

Kostenkontrolle leicht gemacht: Alle großen Netzbetreiber bieten Wege an, den aktuellen Verbrauch abzufragen.
Montage: teltarif.de

Volle Kostenkontrolle gibt es im Mobilfunkbereich nicht nur bei Prepaidkarten, sondern auch für Vertragskunden. Mittlerweile bieten alle Handy-Netzbetreiber diesen Service an. Die Kosten zum Abruf der Gesprächsgebühren, die seit der letzten Rechnungsstellung angefallen sind, unterscheiden sich jedoch - je nach Handy-Netzbetreiber und Methode - sehr stark.

Wer ein modernes Handy mit Android, Windows Phone oder iOS besitzt, kann bei allen Handy-Netzbetreibern auf eine App zugreifen (E-Plus bietet diese nur für Base-Kunden an). Die Apps sind kostenlos und die Abfrage des Verbrauchs erfolgt auch gebührenfrei. Die Apps stellen damit eine komfortable und kostensparende Lösung dar.

Telekom

Bei der Telekom rufen Sie zur Abfrage des Costchecks die Kurzwahl 2000 an. Das kostet in den Tarifen ohne Inklusivminuten rund um die Uhr 29 Cent pro Minute. Für Kunden mit Relax-Minutenpaketen oder Complete-Tarifen ist der Anruf kostenlos. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Costcheck per SMS abzufragen. Hierzu senden sie eine Kurzmitteilung ohne Inhalt an die Rufnummer 2000. Das kostet 19 Cent. Wenige Minuten später kommt die Kostenaufstellung per Kurzmitteilung. Hierfür werden nochmals 19 Cent fällig.

Online können Sie entsprechende Übersichten im Kundencenter abrufen. Für iOS, Android und Windows Phone stellt die Telekom die Kundencenter-App zur Verfügung. Mit dieser App lässt sich der aktuelle Verbrauch leicht überprüfen. Auch der Verbrauch von Inklusiv-Leistungen wird angezeigt.

Vodafone

Auch bei Vodafone ist der Anruf beim QuickCheck, wie sich der Service dort nennt, für Vertragskunden mit Inklusivminuten kostenfrei, ansonsten kostet der Anruf 30 Cent pro Minute (bei Altverträgen können die Preise abweichen). Erreichbar ist der Dienst unter der Rufnummer 22999 vom Handy aus. Wer im Rahmen der QuickCheck-Plus-Option die Möglichkeit nutzt, die Gesprächsdaten per SMS auf das Handy-Display zu bekommen, zahlt abhängig vom gebuchten Tarif bei Vodafone jeweils 86 oder 91 Cent. Vodafone bietet im Rahmen von QuickCheckPlus zudem die Möglichkeit, sich bei jeder Erhöhung des aktuellen Rechnungsbetrages um 15 Euro per Kurznachricht informieren zu lassen, hier fallen ebenfalls jeweils 86 oder 91 Cent pro SMS an.

Zusätzlich bietet Vodafone auch über Internet den QuickCheck an. Vorteil: Hier ist die Nutzung - von den Zugangskosten für den Internet-Zugang abgesehen - völlig kostenlos. Zur Nutzung loggen Sie sich auf der Vodafone-Homepage mit Ihrer Mobilfunknummer und Ihrem Internet-Passwort ins Kundenmenü ein und rufen dort den QuickCheck auf.

Mit MeinVodafone und QuickCheck bietet Vodafone für iOS und Android zwei Apps an, die ermöglichen, den Verbrauch im Auge zu halten. QuickCheck, welches für Android und iPad verfügbar ist, erlaubt einen schnellen Überblick über den aktuellen Verbrauch von Inklusiv-Minuten und weiterer Verbindungskosten. Die MeinVodafone-App ist umfangreicher und stellt die wichtigsten Möglichkeiten des Kundencenters in App-Form zur Verfügung.

E-Plus

E-Plus berechnet für die telefonische Abfrage unter der Nummer 1112 25 Cent pro Minute, abgerechnet im 6-Sekundentakt. Die Zustellung der Daten per SMS aufs Handy schlägt mit jeweils 20 Cent zu Buche. Die SMS wird aber telefonisch unter der 1112 angefordert, so dass durch den Anruf zusätzliche Kosten entstehen. E-Plus bietet seinen Cost-Control-Service allerdings nicht mehr mit allen Tarifen an, so ist die Nutzung zum Beispiel mit Time-&-More-All-in-Paketen oder bei Tarifen, die unter der Marke Base vermarktet werden, nicht möglich.

Wie Vodafone bietet auch E-Plus via Internet die Möglichkeit, die Verbindungsdaten abzurufen. Hierzu gehen Sie auf die E-Plus-Homepage und loggen sich in die "Kundenbetreuung online" ein. Die Abfrage der Daten via Internet ist kostenlos.

Base-Kunden können mit der "Mein Base"-App ihre Tarifoptionen ändern. Verbrauchs- und Kostenkontrolle sind erst für spätere Versionen der App geplant.

o2

o2 hat im Dezember 2011 nach langer Zeit als letzter Netzbetreiber einen Cost-Control-Dienst im Beta-Stadium eingeführt. o2 ermöglicht darüber Privatkunden mit Postpaid-Vertrag, den Verbrauch in Bezug auf Telefonie, SMS und mobile Daten zu überprüfen. Hier ist auch abfragbar, in welche Netze Anrufe getätigt sowie SMS versendet wurden, wobei auch Gespräche ins, aber nicht aus dem Ausland berücksichtigt werden. Zudem ist erkennbar, zu welchen Sonderrufnummern telefoniert wurde.

Der Abruf der Daten ist über die o2-Webseite möglich, aber auch per Handy-App: Hier stehen eine Android- und eine iOS-Version bereit. Im Rahmen der Vorab-Version kann es allerdings noch zu Verzögerungen bei der Anzeige von bis zu vier Tagen kommen.

Tipp zum Kosten sparen: Das Telefonmenü des Netzbetreibers kennenlernen

Wie teuer die Abfrage per Handy jeweils wird, können Sie bei allen Netzbetreibern auch selbst beeinflussen: Beim ersten Anruf sollten Sie sich zunächst mit dem Abfrage-System vertraut machen, später müssen Sie dann die Systemansagen nicht mehr abzuwarten, sondern können gezielt per MFV (Mehrfrequenzwahl), also kurzen Zahlenkombinationen, die Daten Ihrer Wahl abfragen. Für o2-Kunden gibt es zwar keine Kostenabfrage, aber für andere Dienste des Telefonmenüs ist der Tipp trotzdem nützlich.