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100%-Fläche


dirknb schreibt am 02.01.2019 22:14
Die Grundforderung muss sein, dass 100% Fläche mit Mobilfunk versorgt werden muss. Ob das jeder einzeln macht oder alle zusammen, sollte den Netzbetreibern überlassen bleiben. Der Markt regelt das schon. ;-) Nur die Prämisse muss bleiben: Egal, wo man sich in Deutschland hinstellt, man hat ausreichend Netz, egal, bei welchem Anbieter man einen Vertrag hat.
[1] Zuschauer 1 antwortet auf dirknb
03.01.2019 09:18
Benutzer dirknb schrieb:
Die Grundforderung muss sein, dass 100% Fläche mit Mobilfunk versorgt werden muss.

Das ist vollkommen unrealistisch, wie jeder weiß, der sich schon einmal ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat.

Nur die Prämisse muss bleiben: Egal, wo man sich in Deutschland hinstellt, man hat ausreichend Netz, egal, bei welchem Anbieter man einen Vertrag hat.

Warum soll den Mobilfunkanbietern das Potenzial genommen werden, sich durch unterschiedliche Leistungen (wie z.B. versorgte Bereiche) zu differenzieren? Wenn das so käme bräuchte man ja überhaupt nur noch einen einzigen Anbieter.
[1.1] dirknb antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 09:44
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:
Benutzer dirknb schrieb:
Die Grundforderung muss sein, dass 100% Fläche mit Mobilfunk versorgt werden muss.

Das ist vollkommen unrealistisch, wie jeder weiß, der sich schon einmal ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat.

Ok, es gibt keine 100%-Lösungen, selbst Strom und Wasser gibts nicht überall. Aber 99% der Fläche sollte ein Mindestziel sein. Die Orientierung an bewohnter bzw. befahrener Fläche erzeugt doch a priori neue Funklöcher.

Nur die Prämisse muss bleiben: Egal, wo man sich in Deutschland hinstellt, man hat ausreichend Netz, egal, bei welchem Anbieter man einen Vertrag hat.

Warum soll den Mobilfunkanbietern das Potenzial genommen werden, sich durch unterschiedliche Leistungen (wie z.B. versorgte Bereiche) zu differenzieren? Wenn das so käme bräuchte man ja überhaupt nur noch einen einzigen Anbieter.

Blödsinn. Unterschiedliche Leistungen gut und gerne, aber bei einem bundesweiten Anbieter gehört eine bundesweite Versorgung zu den Kernmerkmalen. Aber diese bundesweite Versorgung muss ja nicht nur über eigene Masten erfolgen.
Letztendlich bräuchte man wahrscheinlich wirklich nur einen Netzbetreiber, auf dessen Plattform dann die Dienste durch die Gesellschaften verkauft werden.
[1.1.1] Zuschauer 1 antwortet auf dirknb
03.01.2019 10:29
Benutzer dirknb schrieb:

Blödsinn.

Wenn damit eine Einschätzung Ihrer unreflektierten Polterei gemeint ist, so ist das sicherlich richtig.

Unterschiedliche Leistungen gut und gerne, aber bei einem bundesweiten Anbieter gehört eine bundesweite Versorgung zu den Kernmerkmalen.

Eine vollständige Versorgung des gesamten Bundesgebiets gibt es noch nicht einmal bei viel grundlegenderen Dingen wie Stromanschlüssen. Selbst bei sehr weit verbreiteten Diensten, die funktechnisch wesentlich besser aufgestellt sind (z.B. UKW-Radio), gibt es Orte ohne Empfang.

Man kann natürlich den Anspruch haben, immer und überall besten Mobilfunkempfang zu haben. Aber einen Anbieter, der sich auf die Fahnen geschrieben hätte, diese Forderung zu erfüllen, kenne ich nicht.

Aber diese bundesweite Versorgung muss ja nicht nur über eigene Masten erfolgen.

Richtig. Aber man braucht Regeln, unter welchen Bedingungen Anbieter A seinen Konkurrenten B die eigene Infrastruktur mitnutzen lassen muss, wenn es denn einen Zwang geben soll. Gegen eine freiwillige Kooperation, bei denen die Firmen die Konditionen selbst aushandeln, hat niemand etwas. Schwierig wird es aber, Zwangsregeln zu finden, die den Ausbau tatsächlich befördern anstatt ihn abzuwürgen.

Letztendlich bräuchte man wahrscheinlich wirklich nur einen Netzbetreiber, auf dessen Plattform dann die Dienste durch die Gesellschaften verkauft werden.

Das ist aktuell natürlich gar nicht möglich, da die Frequenzen über viele Jahre fest in den Händen der drei derzeitigen Netzbetreiber liegen. Und auch ohne das Frequenzproblem ist es fraglich, ob eine solche Konzentration wirklich sinnvoll wäre, u.a. was die Ausfallsicherheit angeht. Mir ist auch kein Beispiel für ein Land bekannt, das erfolgreich diesen Weg beschreiten würde.

Und wer soll überhaupt der Netzbetreiber sein, dessen Leistungen nur noch weiterverkauft werden? Dass man mit einer staatlichen Betreibergesellschaft im Telekommunkationsbereich nicht immer das große Los zieht dürfte jeder wissen, der die Zeiten der Deutschen Bundespost mit ihrem Telefonmonopol noch erlebt hat.

Man darf wohl gespannt sein, was aus den Plänen in Bayern wird, dort Infrastruktur für die Netzbetreiber staatlicherseits bereitzustellen. Ob das wirklich zu einem guten Ergebnis führt (spürbare Verbesserung der Mobilfunkversorgung ohne überbordende Kosten für den Steuerzahler) muss sich erst einmal zeigen.
[1.1.1.1] machtdochnichts antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 11:31

einmal geändert am 03.01.2019 11:34
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:

Eine vollständige Versorgung des gesamten Bundesgebiets gibt es noch nicht einmal bei viel grundlegenderen Dingen wie Stromanschlüssen.

Dem möchte ich widersprechen. Nenne mir einen Ort im Bundesgebiet, der keinen Stromanschluss hat, (Achtung:) obwohl einer benötigt wird!

Dort, wo heute kein Stromanschluss benötigt wird, gibt es auch keinen. Das stimmt.
Was soll man mitten auf einem See oder im Wald mit einer Steckdose?
Ein Wanderer könnte vielleicht sein Smartphone auflanden, aber ich glaube nicht, dass er so lange unter der alten Fichte sitzen bleiben wird.

Zum Anderen gibt es Stromspeicher (Akkus, Primärzellen...). Man hat also überall Strom, wenn man will. Sogar auf dem Mond.

Wenn es LTE-Akkus gäbe, die ich in der Großstadt mit 100GB Daten aufladen könnte, um sie dann in kleineren Orten zu verbrauchen, wäre ich schon zufrieden. Dann könnte alles so bleiben wie es ist. ;-)


Selbst bei sehr weit verbreiteten Diensten, die funktechnisch wesentlich besser aufgestellt sind (z.B. UKW-Radio), gibt es Orte ohne Empfang.

Echt? Auch das würde mich interessieren. Welche Orte sind das, an denen man keinerlei UKW-Empfang hat? (Irgendwelche Bergwerkstollen zig Meter unter der Erde oder Bunkeranlagen mal ausgenommen).

Man kann natürlich den Anspruch haben, immer und überall besten Mobilfunkempfang zu haben.

Nicht unbedingt "besten", aber überhaupt.
GSM bzw. bestenfalls EDGE bei Datenverbindungen ist * kein * Mobilfunkempfang!

Aber einen Anbieter, der sich auf die Fahnen geschrieben hätte, diese Forderung zu erfüllen, kenne ich nicht.

Natürlich nicht.
Alle Anbieter sind Aktiengesellschaften. Die haben ganz andere Ziele auf ihren Fahnen. Und das ist auch gut so.
[1.1.1.1.1] Zuschauer 1 antwortet auf machtdochnichts
03.01.2019 12:50
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Dem möchte ich widersprechen. Nenne mir einen Ort im Bundesgebiet, der keinen Stromanschluss hat, (Achtung:) obwohl einer benötigt wird!

Das kommt dann darauf an, was man für "benötigt" hält. Natürlich gibt es inzwischen zahlreiche Lösungen für Orte, an denen es keinen Stromanschluss gibt, man aber elektrische Geräte betreiben will. Beispielsweise Parkuhren oder blinkende Verkehrsschilder, die mit Solarmodulen ausgestattet werden, weil es sich nicht rechnet, eine Stromleitung dorthin zu legen. Oder Diesel-Generatoren auf Baustellen, wo es weit und breit keine Stromleitung gibt.

Selbst bei sehr weit verbreiteten Diensten, die funktechnisch wesentlich besser aufgestellt sind (z.B. UKW-Radio), gibt es Orte ohne Empfang.

Echt? Auch das würde mich interessieren. Welche Orte sind das, an denen man keinerlei UKW-Empfang hat? (Irgendwelche Bergwerkstollen zig Meter unter der Erde oder Bunkeranlagen mal ausgenommen).

Dazu braucht es keinen Bergwerkstollen, ein normaler Straßen- oder Eisenbahntunnel reicht schon. Die sind bei weitem nicht alle mit "Repeatern" für Rundfunkempfang ausgestattet. Dort gibt jeden Tag Tausende Menschen, die dann einige Minuten "Funkstille" genießen können.

Aber auch ansonsten gibt es in den dünn besiedelten und zerklüfteten Gegenden, in denen der Mobilfunkempfang bekanntermaßen schlecht bis gar nicht vorhanden ist, auch Bereiche ohne Rundfunkempfang. Beispielsweise enge Täler in der Eifel, dem Pfälzerwald oder in den Alpen. Dort kann man unter normalen Umständen dann auch kein Radioprogramm mehr hören. Das betrifft aber natürlich nur relativ wenige Menschen, die sich dort aufhalten.
[1.1.1.1.1.1] machtdochnichts antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 13:07
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:

Natürlich gibt es inzwischen zahlreiche Lösungen für Orte, an denen es keinen Stromanschluss gibt.....

Eben.
Für einen Stromanschluss gibt es etliche Alternativen.
Wenn man will, kann man (preiswert) überall Strom haben.

Für Mobilfunk nicht. Da gibt es keine einzige Alternative.
Wenn die Netzbetreiber wollen habe ich Netz, wenn nicht - dann nicht.

Das betrifft aber natürlich nur relativ wenige Menschen, die sich dort aufhalten.

Relativ wenige Menschen und dann auch nur für kurze Zeit!
Das ist doch irrelevant.

[1.1.1.1.1.1.1] Zuschauer 1 antwortet auf machtdochnichts
03.01.2019 13:20
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Für einen Stromanschluss gibt es etliche Alternativen. Wenn man will, kann man (preiswert) überall Strom haben.

Für Mobilfunk nicht. Da gibt es keine einzige Alternative.

Doch, die Alternative zum Mobilfunk lautet Festnetzanschluss. Oder Satellitentelefon.
[1.1.1.1.1.1.1.1] machtdochnichts antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 13:32
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:

Doch, die Alternative zum Mobilfunk lautet Festnetzanschluss.

Dann rennst du aber mit der Kabeltrommel hinter mir her!
Es geht um Mobilfunk! Mobil ist Bewegung.

Ein Versuch wäre es wert! ;-)


Oder Satellitentelefon.
Auch hier ist das "mobil" ein Problem.
Sprache geht noch mit einigermaßen kleinen Geräten.
Datenempfang erfordert aber normalerweise(!) eine größere Satellitenantenne.

So eine 80cm-Schüssel auf dem PKW-Dach oder als umgedrehter Regenschirm in der Stadt..... dazu noch das Gewicht.... zumal bei starkem Wind.....
Also, für mich ist das keine Alternative!
[1.1.1.1.1.1.1.1.1] Zuschauer 1 antwortet auf machtdochnichts
03.01.2019 13:41
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:
Doch, die Alternative zum Mobilfunk lautet Festnetzanschluss.
Dann rennst du aber mit der Kabeltrommel hinter mir her! Es geht um Mobilfunk! Mobil ist Bewegung.

Es ging um Alternativen zur Versorgung in Gebieten ohne ausreichende Mobilfunkversorgung. Diese Alternativen gibt es, ähnlich wie es Alternativen zu einer Stromversorgung über das öffentliche Stromnetz gibt. Nicht immer können die Alternativen vollständig überzeugen und nicht für jeden Zweck sind sie geeignet.

Oder Satellitentelefon.
Auch hier ist das "mobil" ein Problem.

Ach, wenn Sie selbst betrifft ist es auf einmal nicht mehr "irrelevant"?
[1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] machtdochnichts antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 13:56
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:
Es ging um Alternativen zur Versorgung in Gebieten ohne ausreichende Mobilfunkversorgung.

Richtig, aber Festnetz und auch Satellit (für Datenverbindungen!!) sind keine alternativen für *Mobil*funk.


Für die Bevölkerung dort, also stationär > Festnetz.
Für Urlauber dort, also stationär > Wlan, VoIP vom Gastgeber.
Bietet der Gastgeber beides nicht an > schnell weiter.
Für Durchreisende, wenn es nur ein enges Tal ist, > schnell durchfahren und weiter.

Oder Satellitentelefon.
Auch hier ist das "mobil" ein Problem.

Ach, wenn Sie selbst betrifft ist es auf einmal nicht mehr "irrelevant"?

Bitte?
Was hat das mit mir selbst zu tun?
Ich bin gut versorgt. Zuhause VDSL und Urlaub mache ich nur dort, wo es auch mobiles (schnelles) Internet gibt.

Und soo wichtig bin ich nicht mehr, dass ich auf der Fahrt erreichbar sein muß.

Es geht nicht darum, was für mich relevant ist, auch nicht darum, ob jemand in seinem Keller neben der Telefondose Empfang hat.

Es geht um Mobilfunk.
Aber ich glaube, es artet aus. > Ich bin raus aus diesem Thread.
[1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] Zuschauer 1 antwortet auf machtdochnichts
03.01.2019 14:28
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:
Es ging um Alternativen zur Versorgung in Gebieten ohne ausreichende Mobilfunkversorgung.
Richtig, aber Festnetz und auch Satellit (für Datenverbindungen!!) sind keine alternativen für *Mobil*funk.

Doch, das sind sie definitiv. Es ist wie ich schon schrieb: Das ist vergleichbar dazu, wie ein Dieselgenerator oder ein Solarpaneel + Akku eine Alternative zu einem Stromanschluss sind. Eine Alu-Hütte wird man mit beidem nicht betreiben können. Für eine Minimalversorgung reicht es.

Ach, wenn Sie selbst betrifft ist es auf einmal nicht mehr "irrelevant"?

Bitte?
Was hat das mit mir selbst zu tun?

Zwei Beiträge vorher haben Sie die nicht flächendeckende Versorgung, unter der andere zu leiden haben, als "irrelevant" bezeichnet. Aber wenn es Sie selbst betrifft finden Sie den Mangel plötzlich nicht mehr irrelevant. Oder vielleicht ja doch. Ist schwer zu sagen, wenn sich Ihre Einstellung mit jedem Beitrag ändert.

Aber ich glaube, es artet aus. > Ich bin raus aus diesem Thread.

Besser ist das.
[1.1.1.2] dirknb antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 22:16
Benutzer Zuschauer 1 schrieb:
Unterschiedliche Leistungen gut und gerne, aber bei einem bundesweiten Anbieter gehört eine bundesweite Versorgung zu den Kernmerkmalen.

Eine vollständige Versorgung des gesamten Bundesgebiets gibt es noch nicht einmal bei viel grundlegenderen Dingen wie Stromanschlüssen. Selbst bei sehr weit verbreiteten Diensten, die funktechnisch wesentlich besser aufgestellt sind (z.B. UKW-Radio), gibt es Orte ohne Empfang.

Schön, dass Du mich sinngemäß zitierst. Das hatte ich in meiner vorherigen Antwort auch geschrieben.

Letztendlich bräuchte man wahrscheinlich wirklich nur einen Netzbetreiber, auf dessen Plattform dann die Dienste durch die Gesellschaften verkauft werden.

Das ist aktuell natürlich gar nicht möglich, da die Frequenzen über viele Jahre fest in den Händen der drei derzeitigen Netzbetreiber liegen.

Noch nicht. Zumindest bei 5G.

Und auch ohne das Frequenzproblem ist es fraglich, ob eine solche Konzentration wirklich sinnvoll wäre, u.a. was die Ausfallsicherheit angeht. Mir ist auch kein Beispiel für ein Land bekannt, das erfolgreich diesen Weg beschreiten würde.

Schweden. Da hat auch jeder Elch Netz. In den Ballungsräumen haben die Mobilfunker eigene Masten stehen, aber im weiten Land gibt es einen Netzbetreiber, der unter der Kennung "Sweden" oder so funkt, wenn ich mich richtig erinnere, und alle anderen roamen darüber. Dieser Netzbetreiber ist eine Nonprofit(?)-Organisation, zumindest staatlich organisiert, wenn nicht sogar Staatseigentum. Und es funktioniert wohl bestens.

Und wer soll überhaupt der Netzbetreiber sein, dessen Leistungen nur noch weiterverkauft werden?

Großhändler gibts doch auch auf anderen Gebieten, die Produkte und Vorleistungen anbieten, die dann durch Einzelhändler weiterverkauft und zu eigenen Produkten zusammengestellt werden. Wo ist das Problem?

Man darf wohl gespannt sein, was aus den Plänen in Bayern wird, dort Infrastruktur für die Netzbetreiber staatlicherseits bereitzustellen. Ob das wirklich zu einem guten Ergebnis führt (spürbare Verbesserung der Mobilfunkversorgung ohne überbordende Kosten für den Steuerzahler) muss sich erst einmal zeigen.

Das muss eben so organisiert werden, dass der Steuerzahler davon absolut unbelastet bleibt. Man kann schließlich auch Staatsbetriebe privatwirtschaftlich organisieren. Wenn man kann und will. Aber daran scheitert's dann meist.

Beispiele, wo das funktionieren könnte, gibts ja die Masse: Bei der Bahn hat man's ja auch schon probiert, aber dank Unfähigkeit in der Organisation versaut: Streckennetz staatlich, Bahnverkehrsbetreiber privat. Beim Wasser/Abwasser haben wir es quasi, wenn's auch da missbraucht wird. Und wenn ich mich richtig erinnere, sind doch große Energiekonzerne doch auch schon in Netzbetreiber, Erzeuger und Händler zerteilt worden. Es geht also.
[1.2] Donaldfg antwortet auf Zuschauer 1
03.01.2019 13:03
Hallo,

Benutzer Zuschauer 1 schrieb:
Benutzer dirknb schrieb:
Die Grundforderung muss sein, dass 100% Fläche mit Mobilfunk versorgt werden muss.

100% der Fläche wird es nie geben.
aber viele Kunden wären ja schon froh wenn sie in Innenstädten ausreichend indoorversorgung hätten. Jetzt bitte nicht wieder kommen das geht nicht.
War oft genug im Ausland da hatte ich selbst in Stahlbetonbauten immer bestes Netz. Aber es gab auch viel mehr Microzellen.



Warum soll den Mobilfunkanbietern das Potenzial genommen werden, sich durch unterschiedliche Leistungen (wie z.B. versorgte Bereiche) zu differenzieren? Wenn das so käme bräuchte man ja überhaupt nur noch einen einzigen Anbieter.

Ja aber die Telekom schafft es ja nicht mal das Netz vernünftig auszubauen.
Hat natürlich auzch damit zu tun das die beiden anderen Netzbetreiber die Gewinne abführen müssen statt sie in die Netze zu investieren.
Ja so wird das nichts mit dem Netzausbau damit lacht wirklich bald die Welt über uns nur noch peinlich.
[1.2.1] machtdochnichts antwortet auf Donaldfg
03.01.2019 13:26
Benutzer Donaldfg schrieb:

100% der Fläche wird es nie geben.

Logisch. Das ist auch nicht nötig.
Reale ~99,8% sind praktisch 100%.

aber viele Kunden wären ja schon froh wenn sie in Innenstädten ausreichend indoorversorgung hätten.

Allerdings sollte man nicht unbeachtet lassen, dass es beim Mobilfunk hauptsächlich um mobil geht.
Für die Indoorversorgung kann man problemlos selbst einiges tun.
Telefon, Daten und Internet allgemein sollten in innerstädtischen Wohngebieten nur wirklich keine Herausforderung sein.
Wenn man fest an einem Ort ist, hilft auf jeden Fall ein Kabel.

Mobil ein Kabel hinter sich her zu ziehen scheitert aber gewöhnlich schon an der nächsten Straßenüberquerung.


War oft genug im Ausland da hatte ich selbst in Stahlbetonbauten immer bestes Netz. Aber es gab auch viel mehr Microzellen.

Mag sein.
Sprachverbindung hatte ich im Ausland auch immer ausreichend gut.
Datenverbindung in "Stahlbetonbauten" nicht immer, dafür gab es dort freies Wlan. ;-)

Ja aber die Telekom schafft es ja nicht mal das Netz vernünftig auszubauen.

Warum "die Telekom"?
Für deutsche Verhältnisse macht gerade die Telekom noch die beste Arbeit.

Hat natürlich auzch damit zu tun das die beiden anderen Netzbetreiber die Gewinne abführen müssen statt sie in die Netze zu investieren.

Diese Bemerkung verstehe ich nicht.
Die beiden anderen Netzbetreiber müssen ihre Gewinne abführen?

Ja so wird das nichts mit dem Netzausbau damit lacht wirklich bald die Welt über uns nur noch peinlich.

Das stimmt allerdings.
Aber sie lacht nicht bald über uns - sie lacht schon lange.

Wenn wir nicht so gerne zahlen würden, würden sie es auch öffentlich tun.
[2] machtdochnichts antwortet auf dirknb
03.01.2019 11:08
Benutzer dirknb schrieb:
Die Grundforderung muss sein, dass 100% Fläche mit Mobilfunk versorgt werden muss.

Hm.

Ob das jeder einzeln macht oder alle zusammen, sollte den Netzbetreibern überlassen bleiben.

Das ist dann aber ein Widerspruch!
Entweder überlässt man es den Netzbetreibern oder man fordert es.
Etwas fordern bedeutet, etwas zu verlangen!
Nicht zu verwechseln mit bitten und betteln!

Der Markt regelt das schon. ;-)

Und genau das tut er eben nicht.
Wenn man es "dem Markt" oder den Netzbetreibern überlässt, werden wieder nur die größeren und großen Städte ausgebaut. Also dort, wo man mit dem geringsten Aufwand den größten Profit einfahren kann.

Noch sind wir "Neuland", aber schon bald nur noch ......
Hier fallen mir nur noch Heinrich Heines Nachtgedanken ein.


Nur die Prämisse muss bleiben: Egal, wo man sich in Deutschland hinstellt, man hat ausreichend Netz, egal, bei welchem Anbieter man einen Vertrag hat.

Was denn nun?
Nun doch wieder. Sagtest du nicht eben, man könne den Netzaufbau ruhig dem Gutdünken der Netzbetreiber überlassen?
[2.1] dirknb antwortet auf machtdochnichts
03.01.2019 22:33
Benutzer machtdochnichts schrieb:
Ob das jeder einzeln macht oder alle zusammen, sollte den Netzbetreibern überlassen bleiben.

Das ist dann aber ein Widerspruch!
Entweder überlässt man es den Netzbetreibern oder man fordert es.
Etwas fordern bedeutet, etwas zu verlangen!
Nicht zu verwechseln mit bitten und betteln!

Gebeten und gebettelt wird nicht. Das funktioniert sowieso nicht. Die Politik hat eine klare Richtlinienkompetenz und die Macht, diese auch durchzusetzen. Natürlich sollten diese möglichst niemanden bevorzugen. Wer aber das als Antrieb sieht, es jedem recht zu machen, wird versagen. Das funktioniert nicht. Gesucht ist der kleinste gemeinsame Nenner.

Der Markt regelt das schon. ;-)
Und genau das tut er eben nicht.

Deswegen war ja der Zwinkersmiliey dahinter. Das war ironisch ...

Wenn man es "dem Markt" oder den Netzbetreibern überlässt, werden wieder nur die größeren und großen Städte ausgebaut. Also dort, wo man mit dem geringsten Aufwand den größten Profit einfahren kann.

s.o.

Wir haben (z.Zt.) drei Netzbetreiber. Denen wird die Aufgabe gestellt, dass jeder ihrer Kunden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt überall in Deutschland mit Netz versorgt wird, und zwar so, dass alle überall Netz haben. (Das "überall" ist symbolisch gemeint, ich weiß selber, dass 100% nicht geht. Es muss also darüber nicht diskutiert werden.)
Wie löst man die gestellte Aufgabe? Mindestens drei Varianten sind vorstellbar.
1. Alle drei versorgen überall mit eigenen Masten. Ist aber unökonomisch.
2. Die drei gründen eine gemeinsame Firma "Landnetzbetrieb". In den Ballungsräumen können sie dann nach wie vor ihre eigenen Masten stellen, in der Fläche funkt "Landnetzbetrieb" und die drei Roamen da hinein.
3. Der Bund gründet die Firma "Landnetzbetrieb", baut die Infrastruktur und kassiert Großhandelspreise, die weitestgehend wieder zu investieren sind. "Landnetzbetrieb" kann eine gGmbH oder gAG oder eine andere nonprofit-Organisation sein. Oder wie Stadtwerke organisiert.
4. Es geht auch ohne "Landnetzbetrieb". Deutschland wird nach bestimmten Kriterien in drei Bereich aufgeteilt. Jeden dieser Bereich muss jeweils ein Netzbetreiber überall versorgen. In den anderen Bereichen kann er versorgen. Und wo er nicht versorgt, kann er durch den jeweiligen Bereichspflichtnetzbetreiber roamen.