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Alles halb so wild


muffy schreibt am 03.07.2017 20:53
einmal geändert am 03.07.2017 20:54
Meiner Meinung nach ist die Sorge darüber, dass nur große Partner zu Partnern werden können, da Ver­trags­strafen bei Fehlern von bis zu 50 000 Euro fest­gelegt werden, halb so wild.
Aus den AGB ergeben sich aus meiner Sicht für den Content-Partner im Kern zwei wesentliche Pflichten („Kardinalpflichten“):

1. Die für das Zero-Rating relevanten Inhalte von anderen Inhalten für die Telekom unterscheidbar machen und die Telekom bei Änderungen diesbezüglich auf dem Laufenden halten.
2. Video-Content unter Verwendung von Adaptive Bitrate Techologie zugänglich zu machen, d. h. die Bandbreite der Auslieferung muss sich an die von der Telekom vorgegebenen Kapazitäten der Datenverbindung anpassen können.

Punk 1 ist aus meiner Sicht relativ leicht umsetzbar. Die von der Telekom geforderten Infos zu den relevanten Inhalten, welche in den AGB in den Paragraphen 6.2, 6.4 und 6.5 gefordert werden, sind kein Hexenwerk. Gerade bei kleinen und einfachen Angeboten wie einem simplen Podcast. Sicher kann dies bei komplexeren Angeboten schwieriger sein. Wer aber als Content-Partner komplexe Angebote anbietet, der sollte auch das Know-how dafür haben, wie er seine angebotenen Inhalte unterscheidbar macht.
Was technisch nötig ist, um einen Video-Stream mit Adaptive Bitrate Techologie zugänglich zu machen, weiß ich nicht. Ist der Aufwand dafür so groß? Muss der Content-Partner dafür wirklich immer in teure neue technische Infrastruktur investieren?

Die Vertragsstrafe von 50.000 Euro gilt jedenfalls im Wesentlichen nur bei Fahrlässigkeit, Vorsatz oder schuldhafter Verletzung einer der beiden eingangs genannten Kardinalpflichten. Letztere werden vor allem dann verletzt, wenn der Content-Partner bei Änderungen oder auftretenden Problemen die Telekom absichtlich nicht darüber informiert. In allen weiteren Fällen kommt es bei Fehlern allenfalls zum vorübergehenden Pausieren des Zero-Rating durch die Telekom, bis die Änderungen mitgeteilt oder Probleme behoben wurden.

Also... alles halb so wild.