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08.09.2019 - 12:12
DDOS

Angriff auf Wikipedia: Seiten zeitweise nicht erreichbar

Seiten in Deutschland und Europa betroffen

Die deut­sche Version des umfas­senden Online-Lexi­kons Wiki­pedia und einige andere Ausgaben in Europa sind am Freitag von einer Online-Attacke lahm­gelegt worden. Die Gesell­schaft Wiki­media Deutsch­land berich­tete über Twitter am Abend von einem soge­nannten DDOS-Angriff.

Was ist DDOS?

DDOS steht für Distri­buted Denial of Service (engl. für „Verteilte Verwei­gerung des Dienstes“). Damit soll durch verteilte Angriffe über verschie­dene Wege ein Server im Netz "uner­reichbar" gemacht werden. Eine Nicht­verfüg­barkeit kann auch durch schlichte Über­last oder schlechte Verbin­dungen vorkommen. Bei DDOS Angriffen möchte der Angreifer, dass eine bestimmte Seite nicht erreichbar ist. Beispiels­weise, um bestimmte Infor­mationen zu unter­drücken, die dem Angreifer nicht passen oder die nicht im Netz verfügbar sein sollen, weil sie den Inter­essen des Angrei­fers wider­spre­chen.

Bei solchen Atta­cken werden Server mit einer Flut sinn­loser Anfragen so lange bombar­diert, bis sie in die Knie gehen.

Webseiten und Schutz­mecha­nismen

Auf die Server von Wikipedia in Deutschland und Europa gab es am Freitag einen DDOS-Hacker-Angriff.

Auf die Server von Wikipedia in Deutschland und Europa gab es am Freitag einen DDOS-Hacker-Angriff.
Foto: Picture-Alliance / dpa

Große Websites haben meist Schutz­mecha­nismen dagegen oder setzen spezi­elle Dienst­leister wie Cloud Flare ein, die sich auf den Schutz von "stark belas­teten" Web-Ange­boten spezia­lisiert haben.

Hinter Wiki­pedia steht die Wiki­media Founda­tion (Wiki­media-Stif­tung) eine gemein­nützige Gesell­schaft nach US-ameri­kani­schem Recht, die freies Wissen und freie Inhalte fördern möchte. Die Wiki­media-Bewe­gung ist nach eigenen Angaben "eine Bewe­gung von ca. 75.000 frei­willigen Helfern und Orga­nisa­tionen", die sowohl freie Inhalte erstellen als auch die Soft­ware dazu. Für die Samm­lung, Entwick­lung und Verbrei­tung der Inhalte setzt sie Wikis ein. Wiki­pedia ist das bekann­teste Projekt, auch die Medi­enda­tenbank Wiki­media Commons wird oft benutzt.

Wiki­media sprach auch von einem "massiven und sehr breit ange­legten" Angriff. Kurz vor Mitter­nacht ließen sich die Wiki­pedia-Seiten kurz­zeitig wieder aufrufen, bevor wieder nichts ging. Auch Nutzer unter anderem in Groß­britan­nien und Frank­reich meldeten Probleme.

Urheber meldet sich auf Twitter?

Bei Twitter verkün­deten Unbe­kannte hinter einem frisch einge­rich­teten Account „@UKDrillas“, sie steckten dahinter. Um die Authen­tizität der Behaup­tung zu unter­mauern, verkün­deten sie kurz vor Mitter­nacht, die Attacke für kurze Zeit auszu­setzen, bevor sie wieder hoch­gefahren werde. In diesem Zeit­raum war die Online-Enzy­klopädie dann tatsäch­lich wieder erreichbar. Die Angreifer erklärten, sie wollten neue Angriffs­werk­zeuge auspro­bieren und die Attacke werde nach einigen Stunden gestoppt, hieß es auf dem Twitter-Account.


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mit Material von dpa

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