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angenommen, der Staat würde tatsächlich


Svenni schreibt am 03.01.2019 19:36
in Mobilfunkmasten investieren. Wieviele Jahre bzw. Jahrzehnte wird es wohl dauern bis der erste Mast steht? Erst müsste der Staat ein Unternehmen gründen, Fachkärfte anheuern, Ideen entwicklen. Allein schon der Anspruch, unauffällige Masten zu entwickeln, wird der deutsche Staat bzw. ein staatseigenes Unternehmen nicht innerhalb kurzer Zeit verwirklichen können. Dieser Vorschlag kommt ca. 10 Jahre zu spät.

Würde es nicht schneller gehen, am Markt aggierende Unternehmen für den Ausbau von unrentablen Masten zu subventionieren, anstatt erst ein eigenes Staatsunternehmen zu gründen?Mit einer Infrastrukturgesellschaft entstehen viele Doppelstrukturen, die erstmal viel Geld kosten und viel zu langsam arbeiten.
[1] Pagerfan antwortet auf Svenni
04.01.2019 14:56
Benutzer Svenni schrieb:
Würde es nicht schneller gehen, am Markt aggierende Unternehmen für den Ausbau von unrentablen Masten zu subventionieren, anstatt erst ein eigenes Staatsunternehmen zu gründen?

Wie wäre es mit einer Art "Payback": Für jeden Quadratkilometer geschlossenes anbieterbezogenes Funkloch (Achtung: genaue Definition nötig, was ein Funkloch ist!) gibt es 0,xxx % vom Auktionserlös zurück.
[1.1] Svenni antwortet auf Pagerfan
04.01.2019 15:36
Wie wäre es mit einer Art "Payback": Für jeden Quadratkilometer geschlossenes anbieterbezogenes Funkloch (Achtung: genaue Definition nötig, was ein Funkloch ist!) gibt es 0,xxx % vom Auktionserlös zurück.

Genau so, das Mobilfunkunternehmen, dass flächendeckend ausbaut, soll 100% seiner Auktionsausgaben zurückbekommen. Dabei müsste man natürlich Gebiete klassifizieren. Bei der Erschließung völlig unwirtschaftlicher Gebiete muss es viel mehr zurückgeben als bei wirtschaftlichen Gebieten/Quadratkilometern.

Ich traue den etablierten Mobilfunkunternehmen viel mehr zu als einer neuen staatlichen Infrastrukturgesellschaft.
[2] Telegenthe antwortet auf Svenni
06.01.2019 12:26
Benutzer Svenni schrieb:
.......
Würde es nicht schneller gehen, am Markt aggierende Unternehmen für den Ausbau von unrentablen Masten zu subventionieren, anstatt erst ein eigenes Staatsunternehmen zu gründen?Mit einer Infrastrukturgesellschaft entstehen viele Doppelstrukturen, die erstmal viel Geld kosten und viel zu langsam arbeiten.

ich gehe mal davon aus, daß das so gemeint war die Netzbetreiber einzubinden. Es ist heute technisch möglich, und bei 5G haben wir noch die Chance das so zu machen, daß man das physische Netz als gemeinschaftliches Netz die unteren Übertragungsschichten zur Verfügung stellt. Man kann darauf aufbauend unterschiedliche Dienste zur Verfügung stellen. Vielleicht mit einer geringeren preislichen Spreizung als heute, wo es eben noch das zentrale Qualitätsmerkmal "in welchem Netz realisiert?" gibt. Vergleichbares gibt es aus dem Festnetz, da werden auch nicht 5 überlappende KVz von unterschiedlichen Anbietern realisiert. Auch wenn es von anderen Anbietern erschlossene KVz-Bereiche gibt (beim Thema Vektoring bekommt man davon was mit) gibt es letztlich eine gemeinsame (historisch überwiegend Telekom) physische Grundlage. Selbst bei neuen Glasfaserkabeln wird meist auf die bestehenden Trassen zurückgegriffen.

Das geht auch in 5G, natürlich nicht mit dem Übergewicht eines Betreibers. Die Südkoreaner machen das, ohne, daß dort gleich Staatswirtschaft und Sozialismus ausbrechen.

Zudem hat ein gemeinsames 5G Netz den Vorteil, in der Summe, im Endzustand, weniger Funkstandorte zu brauchen, folglich weniger Widerstand der Anwohner zu erzeugen. Wobei egal ist, ob es ein Staatsnetz, ein Betreiberkonsortium für die physische Basis oder ein gutes System des Roaming wird.

Der Hauptfehler derzeit ist, daß die Politik gleichzeitig große Einnahmen aus einer Auktion, schnellen Ausbau, niedrige Preise und wenig und viel Antennenstandorte will. Das beisst sich.