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Ob in zwei oder vier Jahren - egal


IMHO schreibt am 18.03.2013 09:30
UMTS wird wirklich in die Zange genommen. Wer soll -ausser für Lückenschluss- jetzt noch viel in den UMTS-Ausbau stecken? In welchen Ländern kann es sich jetzt noch langfristig rechnen, ein UMTS850 oder UMTS900-Netz neu zu errichten und darauf zu achten, dass alle Neukunden geeignete Endgräte bekommen. Mag sein, dass in anderen Erdteilen UMTS schon so verbreitet ist, dass LTE dort langsamer & später eingeführt wird.
Aber für die drei deutschen LTE800-Betreiber ist die einmalige Hardware-Umrüstung GSM900->LTE900 vorteilhafter als die Migration GSM900->UMTS900->LTE900.

Ob E+ alles anders machen wird, ist deren Problem. Wenn dann Jahre später UMTS900-Endgeräte Mangelware werden müssen die erneut umstellen.

Wenn die Leute merken, dass die (nur anfangs) nicht ausgelastete LTE-Netze gute Übertragungsgeschwindigkeiten anbieten, steigt die Nachfrage nach LTE-Fähigkeit so stark an, dass die LTE-Fähigkeit ein "must have" mit niedrigem Endkundenpreisaufschlag wird.
Sobald die LTE-Freuquenzen ausgelastet werden, wird es Techniken geben, dass ein PowerSmartphone auf UMTS wechselt, falls LTE überlastet ist. Und die EarlyAdopters werden auch dieses Feature haben. So können die jetzigen UMTS-Inseln dann ohne Zustatzinvestitionen LTE entlasten.
Für den einfacheren User stellt sich dann die Frage, ob er auf die Nutzung der LTE800-Frequenz auf dem Land verzichten mag (G2/G3-only-Ausstattung) Oder ob er sich darauf verlässt, dass die Poweruser in der Stadt auf UMTS ausweichen und er mit einem G4+G2 Gerät bei niedrigerem Stromverbrauch als einem G2/G3/G4-Gerät gut aufgehoben ist.
Allerdings erst wenn Sprache in G4 funktioniert.
Egal ob als VoIP-over-LTE oder als VoLTE.

P.S.: Solange die Funkstationen keine gut Backhaulanbindung haben, stehen alle im selben Datenstau, egal ob G2/G2.5/G3/G3.5/G3.9 oder G4
[1] CIA_MAN antwortet auf IMHO
18.03.2013 11:10
Ich persönlich finde, dass UMTS eine sehr gute Technik ist und v. a. weil genügend Endgeräte da sind, noch lange nicht ausgedient hat... da soll doch lieber irgendwann 2G abgeschalten werden... denn wenn dann ist diese Technik alt und belagert v.a. die wichtigen Frequenzen...

Von daher bringt bitte mal nichts durcheinander Jungs... :)

3G hat Zukunft... und wenn einmal LTE flächendeckend ist, dann kann man irgendwann... ich sag mal in 6 Jahren GSM schrittweise abschalten... als erstes vlt das im 1800 MHZ Bereich und dann das bei 900....

aber 3G hat definitiv Zukunft... alleine schon weil ideal für Telefonie + Daten... Und vor allem in den Städten ist diese Technik ideal... denn ohne 3G gibt es auch zu wenig Sprachkanäle... und bis genügend LTE Voip Telefone da sind vergehen best nochmal 7-8 Jahre...

Von daher denke ich wird als erstes das 1800 Mhz GSM sterben
[1.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf CIA_MAN
18.03.2013 13:30
Benutzer CIA_MAN schrieb:
Von daher bringt bitte mal nichts durcheinander Jungs... :)

Auch wenn es mir ein wenig schwer fällt, hier Stimme ich deiner Einschätzung ausnahmsweise mal voll zu. ;-) Ich hatte meinen Beitrag zwar vor dir verfasst, jetzt aber gerade erst abgeschickt.

3G hat Zukunft... und wenn einmal LTE flächendeckend ist, dann kann man irgendwann... ich sag mal in 6 Jahren GSM schrittweise abschalten... als erstes vlt das im 1800 MHZ Bereich und dann das bei 900....

Richtig. Und unser beider "Lieblingsprovider" Vodafone wird (siehe mein Beitrag) der erste sein, der sein relativ nutzloses Mini-1800er-GSM killt und für LTE umwidmet.

aber 3G hat definitiv Zukunft... alleine schon weil ideal für Telefonie + Daten... Und vor allem in den Städten ist diese Technik ideal... denn ohne 3G gibt es auch zu wenig Sprachkanäle... und bis genügend LTE Voip Telefone da sind vergehen best nochmal 7-8 Jahre...

Sehe ich ähnlich. 3G ist einfach die bessere Ausgangsbasis.
Genau deswegen mache ich mir aber auch sorgen, wenn Vodafone (und andere Provider) nach eigenem Bekunden den 3G-Ausbau stoppen (angeblich) zu Gunsten von LTE. Das ist Quark. Gerade im Hinblick auf die faire Frequenzverteilung bei UMTS. Aber das hatte ich ja auch bereits geschrieben...

Von daher denke ich wird als erstes das 1800 Mhz GSM sterben

Jop. Anders herum geht es bei Vodafone auch gar nicht.
[2] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf IMHO
18.03.2013 13:19
Benutzer IMHO schrieb:
P.S.: Solange die Funkstationen keine gut Backhaulanbindung haben, stehen alle im selben Datenstau, egal ob G2/G2.5/G3/G3.5/G3.9 oder G4

Das ist der Satz, den ich jederzeit unterschreiben kann.
Gerade im Hinblick auf Vodafone mit seinem erbärmlichen Richtfunk.

Am Rest hege ich allerdings große Zweifel.
Es ist für die Hersteller günstiger eine Straße mit voller 2G-4G Ausstattung zu fahren als hier noch groß zu diversifizieren.
Die Endgeräte werden nicht das Problem sein.

In Punkto UMTS-Ausbau wird sich die Spreu vom Weizen trennen.
E+ und Telekom werden hier sicherlich noch eine ganze Zeit lang weiter ausbauen, während Vodafone in Sachen UMTS bereits dieses Jahr die Segel streichen wird. Soweit mir bekannt ist, hat Telefonica den UMTS-Ausbau bereits vollkommen eingestellt.

Der Punkt ist doch einfach der: Heute kann für 4G noch richtig abkassiert werden. Wenn 3G tatsächlich wegfällt, wird das schwierig. Insofern dürfte das Interesse an einer mittelfristigen Abschaltung/Umwidmung gering ausgepägt sein.

Was die Frequenzen anbelangt haben wie ja momentan die folgende Situation in Deutschland;
Für 2G stehen die Frequenzbänder von GSM 900 und 1800 zur Verfügung. Das wertvolle 900er-Band ist sicherlich in Zukunft am besten bei einer LTE(Advanced)-Anschlussverwendung aufgehoben.

Das 1800er-Band würde sich aber durchaus für UMTS oder LTE anbieten, wobei auch hier die Tendenz auf Grund des bestehenden Frequenzbereichs wohl eher in Richtung LTE neigen dürfte.

Ich denke aber eher, dass es künftig tatasächlich eher in Richtung providerspezifischer Lösungen gehen wird.
Nehmen wir Vodafone - die haben im GSM 900-Band Frequenzen satt, im GSM 1800-Band sind sie aber das Schlusslicht mit dem geringsten Spektrum um 1755 und 1850 Mhz. Ein komplettes Umwidmen des 900er-Bandes von 2G auf 4G wäre höchst problematisch unter der Prämisse des Erhalts von 2G bzw. bei Vodafone wäre 2G dann in jedem Fall tot.
Vodafone müsste dann allein auf 3G/4G-Basis funken. So gesehen wäre Vodafone rein Frequenztechnisch sehr gut aufgestellt was die Zukunft anbelagt.

Fakt ist: Bei 2G, also GSM + EDGE liegt eindeutig das wertvollste Frequenzspektrum begraben. Es wäre also Unsinn 2G weiter zu betreiben und UMTS unnötigerweise zu zerhackstückeln. Denn für 2G ist dieses Spektrum absolut vergeudet und für 4G kann man damit aber auch nicht wirklich was anfangen. Daneben kommt der Umstand hinzu, dass die 3G-Frequenzen relativ sauber und beinahe proportional auf alle 4 Mobilfunker verteilt sind.
3G ist eine solide (und sehr teure) Basis für alle 4 Provider. Ich sehe 3G daher nicht "in der Zange". Die Frequenzbegehrlichkeiten für LTE zeigen sinnvollerweise klar Richtung GSM 900 Band. Daneben lässt sich über UMTS wie schon mit GSM ja auch schon heute telefonieren, was eben mit LTE (noch) nicht möglich ist.

Die Handoverproblemtik die jetzt mit 4G zu 3G/2G besteht, ist ja auch nichts neues (siehe: http://www.teltarif.de/umts-handy-telefonie/...) und wird sich auch so schnell nicht ausmerzen lassen.