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Unverständliches Monopol und ggf. falsche Info ?


fe rnwe h schreibt am 13.10.2018 03:18
einmal geändert am 13.10.2018 03:19
1.
Warum ein Sendemonopol?
Gibt es nicht in vielen freien Ländern: Dort betreibt der Anbieter auch die Hochfrequenztechnik samt Sender.
Will ein (Beamten-)Staat hier die Kontrolle über das Monopol, damit er ggf.kritische Programme leichter abschalten kann?
2.
UKW erfordete dank hoher Sendeleistung weniger Senderstandorte, gerade in der o.g. Monopolsituation. Digitale Übertragung wird feinmaschig gesendet, also mehr Antennen und mehr Wartung?
[1] Wahnsinn...
TKEDM antwortet auf fe rnwe h
13.10.2018 17:59

einmal geändert am 13.10.2018 18:00
Benutzer fe rnwe h schrieb:
1.
Warum ein Sendemonopol?
Gibt es nicht in vielen freien Ländern: Dort betreibt der Anbieter auch die Hochfrequenztechnik samt Sender. Will ein (Beamten-)Staat hier die Kontrolle über das Monopol, damit er ggf.kritische Programme leichter abschalten kann?
2.
UKW erfordete dank hoher Sendeleistung weniger Senderstandorte, gerade in der o.g. Monopolsituation. Digitale Übertragung wird feinmaschig gesendet, also mehr Antennen und mehr Wartung?

Wir haben mittlerweile genug Beispiele, bei denen eine "freie Marktwirtschaft" bei Infrastruktur nicht funktioniert und daher Unsinn ist
.
- TV-Kabel: Je nachdem, in welchem Bundesland du dich befindest, hast du unterschiedliche Programme, Internet-Geschwindigkeiten, Preise, Services. Dazu müssen die Sender und sonstigen Geschäftspartner mit mehreren Anbietern für ein und dasselbe Produkt verhandeln. Gewonnen hat durch die Endmonopolisierung niemand, außer die Anbieter. Nun kassieren mehrere Anbieter statt einer.

- DSL/Glasfaser & Mobilfunknetz: Ein Flickenteppich sondergleichen im Vergleich zu den europäischen Nachbarn. Zig, wenn nicht gar hunderte Netzbetreiber. Und da wundert es, dass sich jeder dieser Anbieter nur die Sahnestücke raussucht, die für ihn wirtschaftlich sind? Was hat im Mobilfunk der Wettbewerb gebracht, außer ein paar Euro weniger für den Kunden - wenn überhaupt? Und einen Wettbewerb gibt es ja nicht wirklich: Telekom und Vodafone schreiten in freundlicher Gemeinsamkeit vorneweg, bei Netz und Ertrag, Telefonica (und vormals E-Plus) spaziert seit 20 Jahren hinterher. (Discounter tragen im Übrigen nichts zu dem Wettbewerb und daher Netz bei).

Und es gibt weitere etliche Beispiele. Das Paradebeispiel ist wohl der Energiesektor.

So, und was soll nun ein Wettbewerb im Digitalnetz bringen? Dass bundesweite Programmanbieter mit 16 oder mehr Betreibern Verträge und Zahlungen aushandeln dürfen? Das wird sich außer den Großen niemand leisten können und wollen.


Nein, ich war auch mal der Meinung "Privat und Wettbewerb vor Monopol oder Staat". Aber wenn ich mir die Ergebnisse der letzten 20 Jahre ansehe, hat dieser Wettbewerb und die Deregulierung dem Kunden rein gar nichts gebracht. Außer ein Hinterherhinken europa- und weltweit.

Wenn man das Monopol/die Infrastruktur ohne oder mit zu laschen (Ausbau-)Vorgaben den Anbietern überlässt (oder die Infrastruktur nicht in staatlicher Hand lässt), sind wir da, wo wir nun sind.
[2] helmut-wk antwortet auf fe rnwe h
30.10.2018 12:46
Benutzer fe rnwe h schrieb:
2.
UKW erfordete dank hoher Sendeleistung weniger Senderstandorte, gerade in der o.g. Monopolsituation. Digitale Übertragung wird feinmaschig gesendet, also mehr Antennen und mehr Wartung?

Um einen Sender flächenmäßig zu verbreiten, sind für die DAB+-Frequenzen mehr Standorte nötig als für UKW.

Andererseits sendet eine Antenne gleichzeitig mehrere DAB+-Programme auf einem Kanal, und es ist einfacher, mehrere Antennen an einem Standort zu betreiben. Über alle Rundfunk-Anbieter zusammengenommen sind es deshalb bei DAB+ weniger Standorte.