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Wie soll das gehen?


uwest schreibt am 07.02.2019 15:09
Wenn ich eine Nachricht von Threema nach Whatsapp schicken möchte, dann müßte mein Threema den öffentlichen Whatsapp-Schlüssel meines Kommunikationspartners kennen und die dortige Verschlüsselung beherrschen. Umgekehrt müßte das Whatsapp meines Kommunikationspartners meinen öffentlichen Threema-Schlüssel kennen und NaCL können. Das würde die Apps enorm aufblähen...
[1] feb antwortet auf uwest
07.02.2019 18:54
Entsprechende offene Protokolle gibt es schon (XMPP):
https://de.wikipedia.org/wiki/Extensible_Messaging_and_Presence_Protocol

Leider haben die marktbeherrschenden Platzhirsche wenig Interesse daran, offene förderale Protokolle einzusetzen und sich damit zu öffnen. Da wird politischer Druck notwendig sein.

Das Interoperabilität auch mit Verschlüsselung wunderbar funktioniert, beweisen Android-Apps wie Pix-Art Messenger, Conversations oder ChatSecure für iOS.
Ich texte persönlich über Conversations mit Freunden, die verschiedene Clients verwenden und bei verschiedenen (xmpp-)Messengerdiensten registriert sind.
Fühlt sich an wie WA, nur ohne die große Datenkrake dahinter.

[1.1] uwest antwortet auf feb
07.02.2019 20:58
Ich habe viele Jahre XMPP-basierte Messenger verwendet. Mein Fazit ist: Für den mobilen, asynchronen Einsatz sind sie vollkommen untauglich. Verschwundene Nachrichten und stundenlanges "Kommunikationspartner schreibt gerade", obwohl der Kommunikationspartner auf eine Antwort wartete, ließen mich entnervt aufgeben.

Seit ich Threema verwende, habe ich keine Probleme mehr. Das Handling ist einfach; es geht nichts verloren; ich kann Dateien verschicken und in bester Qualität telefonieren. Mehr brauche ich nicht.
[1.1.1] feb antwortet auf uwest
07.02.2019 23:32
Dann habe ich die harte Pionierzeit der xmpp-Messenger wohl verpasst. Ich nutze Conversations seit vielleicht einem Jahr und habe nur gute Erfahrungen gemacht.
Darüber telefonieren kann man vermutlich nicht, brauche ich auch nicht. Alles andere geht genauso einfach und bequem wie bei den bekannten Messengern.

Ich will hier auch gar nicht für einen bestimmten Messenger missionieren. Aber ich hoffe, dass die Politik dafür sorgt, dass Anbieter von Messengerdiensten zukünftig interoperabel Nachrichten zustellen müssen. Es stört mich nämlich gewaltig, dass heute fast jeder WA-Nutzer davon ausgeht, dass man über WA erreichbar ist und seine (und fremde) Daten damit freiwillig an Facebook gibt. Gerade den Informationsaustausch in Verein oder Schule macht das Quasimonopol von WA schwierig, wenn man WA vermeiden will.