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15.02.2019 - 11:05
Digitalradio

Bayern: Weitere Veranstalter bekommen DAB+-Lizenzen

Bayern schließt Volldigitalsierung beim Radio ab

Endspurt bei der Umset­zung des DAB+-Konzepts der Baye­ri­schen Landes­zen­trale für neue Medien (BLM): Mit seiner Entschei­dung, im lokalen DAB-Versor­gungs­ge­biet Voral­pen­land die zeit­gleiche digi­tale Verbrei­tung der lokalen UKW-Hörfunk­pro­gramme zu ermög­li­chen, gab der Medi­enrat der BLM grünes Licht für die letzte Etappe der Simul­cast-Verbrei­tung im Frei­staat. Mit der Umset­zung im Regel­be­trieb, der für den west­li­chen Teil des Voral­pen­lands ab Juli und für den östli­chen Teil im Jahr 2020 geplant ist, wird Bayern als erstes Bundes­land das gesamte UKW-Radio­an­gebot auch über das Digi­tal­radio DAB+ anbieten können.

Sechs UKW-Lokal­ra­dios erhalten DAB+-Lizenzen

Der Sender Wendelstein des Bayrischen Rundfunks

Der Sender Wendelstein des Bayerischen Rundfunks. Von hier soll der Voralpenmux verbreitet werden
Bayerischer Rundfunk. Pressefoto: Gerhard-Wenzel

Die Voraus­set­zungen dafür schuf der BLM-Medi­enrat in seiner letzten Sitzung und wies den Anbie­tern der Programme Radio Alpen­welle, Bayern­welle-Südost, Radio Chari­vari Rosen­heim, Radio Galaxy Rosen­heim, Radio Ober­land und Radio Inn-Salzach-Welle entspre­chende digi­tale Daten­ka­pa­zi­täten bis zum 30.06.2025 zu. In den DAB-Netzen Allgäu, Unter­franken, Mittel­franken, Ober­franken, Nieder­bayern, Ober­pfalz, München, Nürn­berg, Augs­burg und Ingol­stadt werden bereits alle UKW-Programme simul­cast über DAB+ verbreitet.

"Der Frei­staat über­nimmt in Sachen DAB+ schon seit Jahren eine Vorrei­ter­rolle, um den Lokal­funk in der digi­talen Welt zu stärken und ihn damit zukunfts­fähig zu machen", erklärt BLM-Präsi­dent Sieg­fried Schneider. "Unser Ziel ist es, den baye­ri­schen Radio­hö­rern zeitnah alle aktu­ellen lokalen privaten UKW-Ange­bote auch in DAB+ anzu­bieten. Mit der Simul­cast-Verbrei­tung der lokalen Sender im Voral­pen­land sind wir dabei auf der Ziel­ge­raden ange­kommen."

Basis dieser Akti­vi­täten ist eine Infra­struk­tur­ver­ein­ba­rung zwischen dem Baye­ri­schen Rund­funk (BR), der Landes­zen­trale und der Bayern Digital Radio GmbH (BDR). Seit Mitte 2017 werden Betrieb und Nutzung der DAB-Netze in Bayern neuge­staltet.

rt1 relax kann in Augs­burg starten

Im Zuge der Umset­zung des DAB+-Konzepts wies der BLM-Medi­enrat zudem der rt1.digital broad­cast GmbH für zehn Jahre digi­tale Über­tra­gungs­ka­pa­zi­täten zur Verbrei­tung des bundes­weiten Programms rt1 relax im DAB+-Versor­gungs­ge­biet Augs­burg (Kanal 9C) zu. Das Programm werde eigens für den lokalen Standort Augs­burg produ­ziert, begrün­dete der Medi­enrat seine Auswahl­ent­schei­dung.

Insge­samt hatten sich auf die Ausschrei­bung der Landes­zen­trale für Kapa­zi­täten in den lokalen DAB-Versor­gungs­ge­bieten Augs­burg und Nürn­berg vier Bewerber mit sieben Ange­boten beworben. Aller­dings waren aufgrund zum Teil nicht beheb­barer Form­mängel nicht alle Bewer­bungen berück­sich­ti­gungs­fähig. Die BLM will daher die DAB+-Kapa­zi­täten in Nürn­berg daher zeitnah neu ausschreiben.

Als weiteren Schritt für mehr Digi­tal­radio im Frei­staat beschloss der Medi­enrat heute außerdem, die digi­talen Kapa­zi­täten der geneh­migten lokalen Hörfunkprogramme in Augs­burg und Nürn­berg zu erhöhen. Die vorhan­denen Anbieter hatten vorab die Möglich­keit gehabt, Kapa­zi­täts­er­hö­hungen bis maximal 66 CU zu bean­tragen. Der Medi­enrat begrüßte, dass viele Anbieter in den DAB-Netzen Augs­burg und Nürn­berg diese Möglich­keit nutzten. Sie können jetzt durch eine höhere Daten­rate ihre Audi­o­qua­lität stei­gern sowie ihre programm­be­glei­tenden Daten­dienste verbes­sern.


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