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Telekom schließt Sicherheitslücke bei Kundendaten

Zugriff war für jeden mit Passwort-Kenntnis möglich
Von dpa / Thorsten Neuhetzki

Die Deutsche Telekom hat ihre Kundendaten jahrelang nicht ausreichend gesichert. "Es gab eine Sicherheitslücke und wir haben diese nach Bekanntwerden umgehend geschlossen", sagte ein Konzernsprecher und bestätigte damit einen Vorabbericht des Magazins Stern. Dies sei am 21. August 2007 geschehen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben keine Hinweise, dass die Sicherheitslücke missbraucht wurde.

Bei der Gesellschaft hätten bis zu 25 000 Menschen Zugriff auf Kundeninformationen gehabt - etwa Callcenter-Mitarbeiter oder Beschäftigte in den T-Punkten, berichtete der Stern vorab. Das Sicherheitsleck habe den Zugriff der Callcenter auf die zentrale Kundendatenbank des Konzerns betroffen. Der Zugriff war dem Bericht zufolge lange Zeit nur mit Passwort und Kennungen geschützt, nicht aber an einen bestimmten Arbeitsplatz gebunden. Wer also über die Zugangsdaten verfügte, habe von jedem beliebigen Computer aus auf die vertraulichen Kundendaten zugreifen können.

Innerhalb der Telekom seien die Sicherheitsmängel im Sommer vergangenen Jahres aufgetaucht, als man einem Datendieb aus einem Callcenter in Bremerhaven auf die Spur gekommen sei. Der Öffentlichkeit habe der Konzern allerdings die Probleme lange Zeit verschwiegen, schreibt das Magazin. Erst im Zuge der jüngsten Diskussion um Datenmissbrauch und Datenhandel in Deutschland sei der Fall nun ans Licht gekommen. Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen den ehemaligen Telefonwerber der Telekom. Die Telekom hat knapp 40 Millionen Festnetz- und 38 Millionen Mobilfunkkunden in Deutschland.

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