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23.03.2020 - 14:39
Behutsam

Disney+: Gebremster Start am Dienstag

Frankreich startet erst am 7. April

Strea­ming-Angebote sind in diesen turbu­lenten Zeiten stark gefragt. Wenn aber jeder Kunde seinen eigenen höchst­auflö­senden Stream nach Hause startet, werden die Netze gut belastet, an einigen Stellen viel­leicht sogar viel zu gut.

Staat­liche Strea­ming-Begren­zung?

Disney+: Der Streaming-Dienst von Disney will morgen starten

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Bild: The Walt Disney Company Limited, Screenshot: teltarif.de

Deswegen gab es Diskus­sionen in verschie­denen Ländern, ob man im Ernst­fall bestimmte Strea­ming-Anbieter "ausschließen" könne, um "Netz­über­last" zu verhin­dern. Die Euro­päische Kommis­sion hat diverse Strea­ming-Anbieter kontak­tiert und gebeten, die Auflö­sung und damit den Daten­bedarf zu redu­zieren.

Disney+ kurz vor dem Start

Für morgen ist der Start von Disney+ geplant. Schon zum Start wird Disney+ in Europa die vorge­sehene Band­brei­tennut­zung um 25 Prozent redu­zieren. Auf beson­deren Wunsch von Frank­reich wird der Start von Disney+ in unserem Nach­barland bis zum 7. April verschoben. Das teilte Kevin Mayer, zuständig für "Direct-to-Consumer & Inter­national" bei der Walt Disney Corpo­ration mit. Damit folgt Disney einer ähnli­chen Entschei­dung, die zuvor Netflix getroffen hatte.

Der Ansturm auf die Voranmel­dungen zu Disney+ - beispiels­weise über die Deut­sche Telekom - ist gewaltig. Schon vor der Corona-Krise war es nicht einfach, sein Inter­esse für die sechs­mona­tige kosten­lose Schnup­perphase zu bekunden. Einige Kunden kamen bis heute nicht durch. Hilf­reich kann es sein, vor einem neuen Versuch alle betref­fenden Cookies im Browser zu löschen.

Disney will "in den kommenden Tagen die Über­lastung des Inter­nets beob­achten und eng mit den Internet-Dienst­leis­tern zusam­menar­beiten, um die Bitraten weiter zu senken, damit sie nicht von der Nach­frage der Verbrau­cher über­wältigt werden.", teilte das Unter­nehmen mit.

EU-Kommis­sion appel­liert an Anbieter

Der Kommissar für Binnen­markt und Dienst­leis­tungen der Euro­päischen Union, Thierry Breton, hatte den Strea­ming-Anbie­tern in Gewissen geredet. Breton weiß, worum es geht, schließ­lich war er lange Vorstand des fran­zösi­schen Netz­betrei­bers Orange (France Telecom).

Die Quali­täts­beschrän­kungen sollen - wie bei Netflix - derzeit nur für euro­päische Benutzer gelten. Außer bei Besit­zern von höchst­auflö­senden Bild­schirmen und aller­schnellsten Inter­netzu­gängen dürfte sich die Reduk­tion im Alltag kaum so stark bemerkbar machen, weil mit der Zeit ein Gewöh­nungs­effekt eintritt.

Nicht alle Inter­essenten zum Start bei Disney+ dabei?

Ob morgen alle deut­schen Inter­essenten zum Start schon Disney+ schauen können, gilt im Moment noch nicht als sicher. Wer beispiels­weise die erste Anmel­dung bei der Telekom geschafft und die Bestä­tigungs-E-Mail erhalten und diese und damit seine E-Mail-Adresse rück­bestä­tigt hat, sollte in diesen Tagen eine weitere E-Mail mit einem neuen Link erhalten (haben), der entweder zu einer internen Buchungs­seite der Telekom führt (cap.telekom.de), die man als Kunde norma­lerweise nur selten zu sehen bekommt, oder direkt zu Disney+ führen. Dort erhält man wiederum den Hinweis, dass die Buchung erst ab dem 24. März möglich ist. Dabei muss direkt auf den Systemen von Disney+ noch ein Disney-Nutzer­konto ange­legt werden. Wie gut diese Systeme ange­bunden sind und wo die Server stehen, ist nicht bekannt.

Wer diese zweite E-Mail von der Telekom noch nicht erhalten hat, sollte sich in Geduld üben. "Aufgrund des über­wälti­genden Inter­esses an unserem Disney+ Angebot kann es bei der Akti­vierung zu Verzö­gerungen kommen. Beim Groß­teil der Kunden wird der Regis­trie­rungs­link pünkt­lich versendet. Bei einigen Kunden kann es leider etwas länger dauern. Der kosten­lose Nutzungs­zeit­raum ist in jedem Fall gesi­chert und wir bear­beiten alle Bestel­lungen schnellst­möglich. Wir bitten die betrof­fenen Kunden um etwas Geduld und entschul­digen uns für die Verzö­gerung", teilte ein Telekom-Spre­cher dazu mit.

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