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13.09.2019 - 18:18
Mobilfunk-Wirtschaft

Huawei erwägt den Verkauf seiner 5G-Errungenschaften

Maßnahme zur finanziellen Absicherung?

In einem Inter­view mit einem Wirt­schafts­magazin sprach Huawei-Chef Ren Zhengfei über einen mögli­chen Verkauf der firmen­eigenen 5G-Errun­genschaften. Teil einer solchen Trans­aktion wären sämt­liche Patente, Lizenzen, Code­zeilen, Blau­pausen und das gesamte Produk­tions­wissen. Die erwor­benen Tech­nolo­gien sollen anschlie­ßend vom Käufer frei modi­fiziert werden können. Außerdem sei es möglich, dass der neue Besitzer den Zugang zu den erstellten Produkten blockiert. Es soll sich um eine einma­lige Zahlung eines nicht spezi­fizierten Betrages handeln. Huawei zieht für den Deal ausschließ­lich west­liche Firmen in Betracht.

Verkauft Huawei sein 5G-Know-how?

Huaweis Chef Ren Zhengfei

Huaweis Chef Ren Zhengfei
Bloomberg

Für den zuvor aufge­henden Stern am Smart­phone-Himmel sieht es derzeit düster aus, der Konflikt mit den USA zieht weit­reichende Konse­quenzen nach sich, die sich negativ auf die Geschäfts­bilanz auswirken. Entspre­chend muss sich der Hersteller und Netz­werk­ausrüster Stra­tegien über­legen, um die Finanz­kasse wieder aufzu­bessern.

Ein Aspekt könnte der Verkauf des 5G-Fach­wissens sein, wie Mobile World Live in Beru­fung auf einen Artikel des Maga­zins The Econo­mist kommu­niziert. Im betref­fenden Beitrag der Wochen­zeitung ist ein Inter­view mit Huawei-CEO Ren Zhengfei zu lesen. Die Führungs­kraft des China-Konzerns teilt mit, dass das Unter­nehmen über­legt, Zugang zu den 5G-Tech­nolo­gien an eine Firma außer­halb Asiens zu verkaufen. Beide Parteien sollen dann den Quell­code für ihre eigenen indi­vidu­ellen Produkte ändern können. Ob der Verkauf an ein bestehendes oder neu gegrün­detes Unter­nehmen erfolgen würde, ist unbe­kannt.

Huaweis CEO mit verstärkter Medi­enprä­senz

Ren Zhengfei hielt sich zuvor größ­tenteils aus dem Rampen­licht heraus, der Konflikt mit den Verei­nigten Staaten sorgte jedoch dafür, dass er sich nun öfters in Inter­views zu den Plänen seiner Firma äußert. So erör­tert er nicht nur die Aussichten von Huawei durch das Handels­embargo, sondern hebt auch Maßnahmen zur Mini­mierung der daraus resul­tierenden Auswir­kungen hervor. Der Verkauf der 5G-Tech­nolo­gien wäre ein weiterer Akt der Scha­dens­begren­zung. Zhengfei stellt sich in Gesprä­chen schüt­zend vor das Unter­nehmen und beteuert stets, dass die Spio­nage­vorwürfe haltlos seien.

Mit dem Mate X kommt im Oktober das erste Huawei-Fold­able auf den Markt, inklu­sive 5G-Daten­funk aber leider ohne Google-Apps.


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