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25.07.2019 - 13:25
Ausland

Datenroaming-Kostenfalle: Das sagen die Netzbetreiber

Handynutzung in Übersee kann teuer werden

Wie berichtet bieten in Öster­reich zwei der drei Mobil­funk-Netz­betreiber sowie einige Discounter die Möglich­keit, eine Daten­roaming-Sperre für Dritt­staaten einzu­richten. Sprich: Die mobile Internet-Nutzung ist über Öster­reich hinaus weiterhin in allen Ländern möglich, in denen der regu­lierte EU-Tarif greift. Außer­halb dieser Region ist die Nutzung von Daten­diensten hingegen gesperrt.

Wir haben bei der Deut­schen Telekom, bei Voda­fone und bei Telefónica nach­gefragt, ob die deut­schen Netz­betreiber ihren Kunden einen vergleich­baren Service anbieten, um Kosten­fallen zu vermeiden. Schließ­lich kann schon der Aufent­halt im Grenz­gebiet zur Schweiz Roaming­gebühren nach sich ziehen, da die Eidge­nossen­schaft nur in wenigen Tarifen mit den EU- und EWR-Staaten gleich­gestellt wird.

Telekom verweist auf Travel & Surf

Das sagen die deutschen Netzbetreiber zur Datenroaming-Sperre für Drittstaaten

Das sagen die deutschen Netzbetreiber zur Datenroaming-Sperre für Drittstaaten
Fotos: Henrik Andersen - fotolia.com/teltarif.de, Logos: Anbieter, Montage: teltarif.de

Die Telekom-Pres­sestelle verwies auf die Travel-&-Surf-Lösung, mit der sich nicht nur Daten­optionen buchen lassen. Viel­mehr fungiert das Feature auch als Kosten­schutz­schild. Wer abseits der Länder­gruppe 1, in der die Roam-like-at-home-Rege­lung gilt, ins Internet geht, wird auto­matisch auf die Landing­page pass.telekom.de geleitet. Hier kann das gewünschte Daten­paket gebucht werden.

Wer keine Option wählt, hat abseits von WLAN-Hotspots keinen Internet-Zugang zur Verfü­gung. Selbst wenn anstelle eines Travel-&-Surf-Passes der Stan­dard-Roaming­tarif genutzt werden soll, muss dieser aktiv über die Landing­page akti­viert werden, um auf den mobilen Internet-Zugang zuzu­greifen.

Voda­fone: Daten­roaming-Sperre gilt welt­weit

Voda­fone bietet keine gezielte Möglich­keit an, um den mobilen Internet-Zugang gezielt außer­halb der EU- und EWR-Staaten sperren zu lassen. Als Alter­native lasse sich das Daten-Roaming jeder­zeit komplett sperren. Genauso könne die Sperre jeder­zeit wieder aufge­hoben werden. Nicht zuletzt würde der Netz­betreiber die Kunden bei einem Aufent­halt außer­halb der EU trans­parent über die Kosten für die Mobil­funk-Nutzung infor­mieren.

Zudem werde der Internet-Zugang auto­matisch blockiert, wenn Kosten in Höhe von 59,50 Euro aufge­laufen sind. Kunden, die weiterhin auf die mobilen Daten­dienste zugreifen möchten, müssen die Sperre bewusst durch Senden einer SMS aufheben. Selbst für diesen Fall soll aber sicher­gestellt werden, dass keine "Schock-Rech­nungen" auf den Nutzer zukommen.

o2-Kunden müssen Daten­paket aktiv buchen

Auch bei Telefónica gibt es keine Möglich­keit, das Daten­roaming auf die EU- und EWR-Staaten zu beschränken. Wer den mobilen Internet-Zugang für das Ausland sperren lässt, kann demnach auch im Geltungs­bereich des regu­lierten EU-Tarifs nicht mehr auf den Internet-Zugang zugreifen. Ähnlich wie bei der Telekom müssen o2-Kunden sich aber aktiv für ein Daten­paket entscheiden, wenn sie in den Welt­zonen 3 und 4 auf das Internet zugreifen wollen.

Im Reise­land ange­kommen erhält der Kunde eine SMS mit dem Hinweis, dass Data Pack World mit 50 MB für 4,99 Euro akti­viert werden kann. Antwortet der Nutzer auf die SMS mit dem Text WORLD, so stehen die 50 MB für einen Zeit­raum von maximal 24 Stunden zur Verfü­gung. Mit Verbrauch der 50 MB, spätes­tens aber nach 24 Stunden wird die Inter­netver­bindung auto­matisch beendet. Um weiter online zu bleiben, muss das Paket erneut gebucht werden. Wenig kunden­freund­lich: Der Versand der SMS, mit der sich die Option akti­vieren lässt, kostet je nach Reise­land noch­mals bis zu 59 Cent.

Weitere Tipps und Hinweise zur Mobil­funk-Nutzung im Ausland finden Sie in unserem Roaming-Ratgeber.


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