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04.10.2016 - 10:02
Verbraucherschutz

Drittanbieter: Vor der Kostenfalle Sperre einrichten

Ungewollte Abos können teuer werden

Inhaltsverzeichnis:

  1. Drittanbieter-Abo richtig kündigen
  2. Wie richte ich eine Drittanbietersperre ein?
  3. Fazit

Der Blick auf die Handyrechnung ist für die meisten Nutzer dank Flatrate zum Pauschalpreis selten erschreckend. Ab und an wird eine kostenpflichtige Sonderrufnummer angerufen oder ein Auslandsgespräch abgerechnet, ansonsten kann die allmonatliche Belastung meist gut überblickt werden. Der große Schreck kommt aber immer dann, wenn im Rechnungstext kostspielige Posten mit kryptischen Firmennamen auftauchen, bei denen man sich sicher ist, dass man diese Services nicht bestellt hat. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass man in die Drittanbieter-Falle getappt ist.

Was sind eigentlich Drittanbieter?

Wer in die Drittanbieter-Falle tappt, kann beim Kontoauszug eine böse Überraschung erleben

Wer in die Drittanbieter-Falle tappt, kann beim Kontoauszug eine böse Überraschung erleben
Foto: dpa

Bei Drittanbietern handelt es sich vorwiegend um Service-Dienste, welche über die Telefonrechnung abgerechnet werden. Dies kann wissentlich passieren, genauso gut kann es sich bei den abgerechneten Diensten jedoch auch um angeblich abgeschlossene Abos handeln, über dessen Hintergründe beim Nutzer Unklarheit herrscht. Häufig lässt sich auch nur sehr schwer bis gar nicht rückverfolgen, in welchem Kontext der Abo-Bestellung vermeintlich zugestimmt worden sein soll. Problematisch ist insbesondere, dass die meisten Nutzer erst beim Blick auf die Telefonrechnung die dubiosen Abrechnungen bemerken. Zu diesem Zeitpunkt kann es sein, dass sich das meist wochenweise abgeschlossene Abo bereits einmal oder mehrmals verlängert hat. Mit ein wenig "Glück" erhält man vom dubiosen Anbieter zeitnah nach dem angeblichen Vertragsabschluss eine SMS, die über das abgeschlossene Abo informiert und "netterweise" auch den regelmäßig fälligen Abo-Preis nennt, wodurch man zumindest einen Zeitvorsprung vor der Rechnungseinsicht erhält.

Nicht immer sind Zahlungs-Warnungen für den Nutzer so gut zu erkennen

Nicht immer sind Zahlungs-Warnungen für den Nutzer so gut zu erkennen
Foto: dpa

Wie kündige ich die Drittanbieter-Abos?

Um laufende Abos schnell zu stoppen empfiehlt es sich, einen genauen Blick in die Abrechnung des Anbieters zu werfen, da dort im Regelfall neben dem Namen des abrechnenden Anbieters auch weitere Kontaktangaben wie beispielsweise eine Rufnummer als Kontaktmöglichkeit angegeben sind. Alternativ kann man sich, Kenntnis über den Anbieternamen vorausgesetzt, natürlich auch selbst im Internet auf die Suche nach Kontaktmöglichkeiten machen. Im Zusammenhang mit Beschwerden über unberechtigte Forderungen ist besonders eine Entscheidung des Landgerichts Potsdam aus dem Jahr 2015 interessant. Das Gericht entschied damals kurz gesagt, dass der Kosten eintreibende Mobilfunkanbieter für Beschwerden in diesem Abrechnungskontext auch selbst zuständig ist, und nicht an den jeweiligen Drittanbieter verweisen kann. Es empfiehlt sich also Hartnäckigkeit im Umgang mit dem Provider und ein Fokus auf die bestmögliche Nachweisbarkeit der geführten Kommunikation durch entsprechende Einschreiben. Wichtig ist aber in jedem Fall, das Abo schnellstmöglich beim Drittanbieter zu kündigen, um die finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten.

Auf der kommenden Seite geben wir Ihnen einen Überblick, wie eine Drittanbietersperre bei verschiedenen Providern eingerichtet wird.

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