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12.01.2018 - 18:47
Smart Home

Google plant Shop für Assistant-fähige Geräte

Online-Verzeichnis aller Assistant-tauglichen Geräte

Der Kampf der virtuellen Assistenz­systeme mit natürlicher Sprach­steuerung wird in diesem Jahr kräftig zulegen, dafür sorgen die beiden Marktführer Amazon und Google schon noch. Den ersten größeren Schlag­abtausch gab es bereits während der CES in Las Vegas, wenngleich das Regenwetter in der Glücksspiel­hauptstadt dem Konzern einen Strich durch die Rechnung machte. Nun aber bereitet sich Google auf den nächsten Angriff vor.

Wie Bloomberg berichtet, will die Alphabet-Inc-Tochter einen neuen Online-Shop auf die Beine stellen, in welchem sämtliche Geräte aufgelistet werden, die mit integriertem Google Assistant zu haben sind. Das Angebot wird dementsprechend sehr gut gefüllt sein, da der digitale Assistent nicht nur in Smartphones steckt.

Auch zahlreiche Fernseher, Lautsprecher von Google, Autoradios mit Android-Auto-Unterstützung und Smart Displays wie von Lenovo werden in dem Shop zu finden sein. Starten soll das neue Angebot bereits im Februar, heißt es mit der Sache Vertrauten zufolge.

Angriff auf Amazon

Google Assistent

Google will den Assistant stärker gegen Alexa positionieren
Foto/Logos: Google, Montage. teltarif.de

Ein weiterer Punkt, den Google anscheinend angehen will, ist der Kauf von Produkten über Google-Assistant-taugliche Geräte. Damit würde der US-Konzern den Konkurrenten hinter der Alexa-Plattform direkt angreifen und den Streit beider Rivalen weiter anheizen.

So oder so wird Google sich bemühen müssen. Laut einer Prognose von EMarketer, wird Amazon Echo alleine den Markt für smarte Lautsprecher mit über 68 Prozent deutlich dominieren, während Google Home gerade mal auf 25 Prozent Marktanteil kommen soll. Allein dadurch wird ersichtlich, wie hart der Kampf der beiden Rivalen sein wird.

Kein Wunder also, dass im Mittelpunkt für den Google Assistant die weitere Verbreitung auf mobile Geräte, Smart-Home-Gadgets oder auch Autos liegt. Bestätigt hat die Pläne Scott Huffman, Vice President of Engineering bei Google, dessen Team zudem an einer tieferen Anpassung der Plattform mit langjährigen Google-Partnern arbeitet.

Der Vorteil von Amazon

Dass bisher die Verbreitung des Google Assistant nicht so schnell voranschreitet wie bei Alexa, lässt sich auf verschiedene Gründe zurückführen. Bei Küchen­geräten oder anderen Haushalts­hilfen könnte es damit zusammen­hängen, dass sich über Alexa direkt bestimmte Produkte bei Amazon kaufen lassen - dem eigentlichen Kern­geschäft von Amazon. Google kann so etwas nicht bieten.

Daher gehen Markt­beobachter mittlerweile davon aus, dass Google die Apple-Strategie der Consumer-Produkte imitieren wird, um stärker Fuß zu fassen im Markt für smarte Assistenten. Ganz anders Amazon: Egal welches Produkt mit integrierter Alexa-Unterstützung gekauft wird, derjenige zählt als neuer Amazon-Kunde. Denn letzten Endes zielt Alexa auf zwei Dinge ab: Die Nutzer auf die Handels­plattform Amazon zu locken und die Prime-Abos schmack­hafter zu machen.

Lesen Sie in einem weiteren Artikel, welche Rolle das Thema Smart Home auf der IFA 2017 spielte und welche Trends auf uns zukommen.

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© WhatsBroadcast

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