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03.06.2011 - 11:24
Navigation

Navigations-Spezialist Garmin will Navigon übernehmen

US-Marktführer will Hamburger Unternehmen schlucken

Die Hersteller von Navigationsgeräten leiden unter der zunehmenden Konkurrenz durch Smartphones, die mit Navigationsfunktionen ausgestattet werden. Nun bahnt sich unter den Navi-Herstellern einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD [Link entfernt] ) zufolge eine Übernahme an. Der US-Marktführer Garmin ist danach an dem Hamburger Hersteller Navigon interessiert. Es heißt, dass der weltweit größte Anbieter von Navigationsgeräten plane, das viel kleinere Hamburger Unternehmen "für eine mittlere zweistellige Millionen-Euro-Summe" zu übernehmen. Ein Kaufvertrag solle noch Juni zustand kommen.

Der US-Marktführer Garmin will Navigon übernehmen.

Der US-Marktführer Garmin will Navigon übernehmen.
Bild: Navigon

Navigon beschäftigt laut FDT 400 Mitarbeiter. Bis 2007 war der Natvigations-Spezialist ein reiner Software-Anbieter. Ausgerechnet in dem Jahr, als Apple mit seinem iPhone den Siegeszug der Smartphones einläutete, begann Navigon damit, eigene Navigations-Geräte zu vermarkten. Diese konkurrieren nun nicht nur mit den Geräten anderer Hersteller, sondern wie oben bereits angedeutet, mit immer mehr hochwertigen Smartphones, die ebenfalls mit Navigations-Software ausgestattet werden können und herkömmliche Navigationsgeräte zunehmend überflüssig machen. Außerdem bieten Google und der Handy-Hersteller Nokia ihre Navigationslösungen kostenlos an. Das macht die Situation für Navigon nicht gerade einfacher. Das Unternehmen musste in zwischen 2006 und 2009 zum Teil hohe Verluste verkraften.

Navigon gehört zu 90 Prozent der Investmentgesellschaft General Atlantic Partners, die 2005 für eine "hohe zweistellige Millionen-Summe" für einen 25 Prozent-Anteil bei Navigon eingestiegen war.


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Marie-Anne Winter

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