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08.12.2018 - 10:05
Antennenfernsehen

Umstellung auf DVB-T2 HD geht in die Schlussphase

Letzte Sendeanlagen gehen bis Mai 2019 in Betrieb

Die Umstel­lung beim digital-terres­tri­schen Anten­nen­fern­sehen von DVB-T auf DVB-T2 HD geht in die letzte Runde. In der vergan­genen Woche hatten ARD und ZDF weitere Sende­an­lagen in Betrieb genommen. In Meck­len­burg-Vorpom­mern erfolgte die Umstel­lung an den Stand­orten Waren und Helpter­berg, in Nord­rhein-West­falen an den Sende­an­lagen Hunau (Hoch­sauer­land), Nord­helle und Siegen-Stadt. In Schleswig-Holstein fand der Wechsel von DVB-T auf DVB-T2 HD an den Stand­orten Bredstedt, Heide, Bruns­büttel und der Feri­en­insel Sylt statt.

Letzte Umstel­lungen von März bis Mai 2019

Die letzten Sendeanlagen werden auf DVB-T2 HD umgerüstet

Die letzten Sendeanlagen werden auf DVB-T2 HD umgerüstet
Bild: Media Broadcast

Voraus­sicht­lich im März 2019 beginnt der Endspurt (Phase 3b) mit der Umstel­lung an den baye­ri­schen Stand­orten Brot­jack­l­riegel, Hoher Bogen, Hohe Linie (bei Regens­burg), Landshut, Passau und Pfarr­kir­chen. Im April folgt der Standort Calau in Bran­den­burg. Ende Mai endet die Umstel­lung voraus­sicht­lich mit der Inbe­trieb­nahme der Sende­an­lagen Dannen­berg, Uelzen und Vissel­hö­vede in Nieder­sachsen. Unklar ist noch, ob der Sender Alfeld für DVB-T2 HD am Netz bleibt. Noch nicht termi­niert ist die Aufschal­tung des Senders Berus/Fels­berg (bei Saar­louis) im Saar­land.

Ob es auch über Mai 2019 noch Ausstrah­lungen im alten DVB-T-Modus in Deutsch­land geben wird, hängt davon ab, ob einige Privat­sender noch weiter im alten Verfahren digital-terres­trisch senden werden. In Berlin, Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind noch kommer­zi­elle Lokal­sender über DVB-T aktiv.

Beim Privat-TV-Bouquet freenet TV endete der Ausbau bereits am 28. November.

Ende des terres­tri­schen Anten­nen­fern­se­hens 2030 oder früher?

Für viele Experten ist DVB-T2 HD die letzte Genera­tion des Anten­nen­fern­se­hens. Spätes­tens in 12 Jahren droht das Aus in Deutsch­land. Die UHF-Frequenz­nut­zung der Kanäle 21 bis 48 durch das terres­tri­sche Fern­sehen ist zunächst nur bis 2030 gesi­chert. Es droht die Abschal­tung, wenn der Mobil­funk nach den gesamten Frequenzen im UHF-Band greift (Digi­tale Divi­dende 3). Darüber soll auf den nächsten Welt­funk­kon­fe­renzen beraten werden.

Das im Test­be­trieb gestar­tete Verfahren FeMBMS in Kombi­na­tion mit dem Mobil­funk (5G Broad­cas­ting) soll dann das terres­tri­sche Fern­sehen auch nach einem mögli­chen Ende von DVB-T2 HD sichern. Geschäfts­mo­delle sind aber zum jetzigen Zeit­punkt ebenso unklar wie die Betei­li­gung der Mobil­funk­un­ter­nehmen.

In der Schweiz ist man schon weiter: Am 3. Juni 2019 wird die Verbrei­tung der SRG-Fern­seh­pro­gramme über Antenne (DVB-T) einge­stellt. Einen Wechsel auf DVB-T2 HD wird es bei den Eidge­nossen nicht mehr geben. Wer weiter unter­wegs fern­sehen will, braucht eine mobile Daten­ver­bin­dung über Internet.

Das ist heute auch schon in Deutsch­land in vielen Regionen der Fall: Denn zahl­reiche Sende­an­lagen wurden nicht mehr von DVB-T auf DVB-T2 HD umge­stellt. Vor allem in vielen länd­li­chen Abschnitten endete damit auch hier­zu­lande schon das Zeit­alter des Antennen-TVs.


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