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17.02.2020 - 10:58
Facebook

Facebook: Zuckerberg will externe Prüfung zulassen

Es geht um die Prüfung von Inhalte-Entscheidungen

Face­book arbeitet daran, externe Über­prüfungen seiner Vorge­hens­weise beim Löschen von Inhalten zu ermög­lichen. Gründer und Chef Mark Zucker­berg gab das ohne weitere Details in einem Beitrag in der "Finan­cial Times" heute bekannt.

Face­book wird von verschie­denen Seiten vorge­worfen, zu viele oder zu wenige Beiträge zu entfernen - und einigen Poli­tikern geht auch das Löschen von Hass­rede, Terror­propa­ganda und Gewalt nicht schnell genug. Das Online-Netz­werk richtet aktuell auch ein neues unab­hängiges Gremium ein, bei dem Nutzer Wider­spruch gegen das Löschen ihrer Inhalte einlegen können.

Zucker­berg: Online-Firmen sollen mehr Regu­lierung bekommen

Mark Zuckerberg will künftig Einblick in die Vorgehensweise beim Löschen von Inhalten ermöglichen

Mark Zuckerberg will künftig Einblick in die Vorgehensweise beim Löschen von Inhalten ermöglichen
picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Zucker­berg wieder­holte in dem "FT"-Beitrag seinen Aufruf an die Politik, Online-Firmen Leit­planken durch mehr Regu­lierung zu geben. Dazu gehöre das Recht der Nutzer, ihre Daten von einem Dienste-Anbieter zu einem anderen zu über­tragen - die soge­nannte Daten­porta­bilität.

"Ohne klare Regeln zur Porta­bilität stiften strikte Daten­schutz-Regeln Unter­nehmen dazu an, Infor­mationen unter Verschluss zu halten und nicht mit anderen zu teilen, um regu­lato­rische Risiken zu vermeiden", schrieb Zucker­berg.

Regu­lierung schade jedoch Face­books Geschäft

Face­book machte jüngst das Ausmaß der Daten, die das Online-Netz­werk von anderen Websites und Apps bekommt, für die Nutzer sichtbar und gab ihnen etwas mehr Kontrolle darüber. Zucker­berg verwies auf offene Fragen bei heutigen Rege­lungen. Wie entscheide man zum Beispiel darüber, wem bestimmte Daten gehörten. "Wenn ich etwas mit Ihnen teile, etwa mein Geburts­datum, sollten Sie in der Lage sein, diese Infor­mation zu anderen Diensten mitzu­nehmen?"

"Ich glaube, dass gute Regu­lierung Face­books Geschäft kurz­fristig schaden kann - aber auf lange Sicht besser für alle sein wird, uns inklu­sive", schrieb der Face­book-Gründer.

Zugleich werde Face­book "natür­lich nicht mit allen Vorschlägen einver­standen sein. So seien Millionen klei­nerer Unter­nehmen auf Face­books Exper­tise bei der Daten­analyse ange­wiesen.

Trotz aller Kritik gewinnt Face­book weiter neue Nutzer hinzu und lockt mehr Werbe­erlöse an. Mark Zucker­berg sagt, er wolle nicht gemocht, sondern verstanden werden. Mehr zu dem Thema lesen Sie in einer weiteren News.

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dpa /

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