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10.12.2018 - 15:59
Misere

Apple in der Misere: iPhones sind einfach zu teuer

Verkäufe bleiben unter den Erwartungen

So richtig rund läuft es bei Apple nicht mehr. Laut den Markt­for­schern von Gartner stagniert welt­weite Markt­an­teil der iPhones im dritten Quartal bei 11,8 Prozent – exakt der gleiche Wert, den Apple auch im Vorjahr geschafft hat. Damit ist Apple aber nur noch die welt­weite Nummer 3. Huawei hat, auch dank aggres­sivem Marke­tings, vor allem in Asien, Afrika und im Asia­tisch-Pazi­fi­schen Raum sich auf die Über­hol­spur gesetzt und ist nun mit 13,4 Prozent klare Nummer zwei hinter dem zuletzt eben­falls ein biss­chen schwä­chelnden Smart­phone-Riesen Samsung mit 18,9 Prozent.

Business Insider: Tom Cook soll Preispolitik überdenken

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oto: Apple, Logo: Business Insider, Montage. teltarif.de

Das Ergebnis entspricht aber wohl auch nicht den Erwar­tungen von Apple Chef Tim Cook. Im November bereits gab es eine Warnung, dass im vierten Quartal, dem verkaufs­starken Weih­nachts­quartal, die Umsätze vermut­lich nied­riger ausfallen sollen, als die Analysten erwarten. Gleich­zeitig rauschten die Akti­en­kurse in den Keller: Apple ist vom Thron gestürzt und nur noch der dritt­wert­vollste Konzern welt­weit.

Auch die Zulie­ferer bekommen die Misere zu spüren. Sie kämpfen mit redu­zierten Aufträgen von Apple und haben daraufhin bereits reihen­weise ihre Jahres­pro­gnosen gekippt. Zuletzt waren das der briti­sche Chip­her­steller IQE, der Lohn­fer­tiger Foxconn oder auch Lumentum, ein Hersteller für die Tech­no­logie von Gesichts­er­ken­nung, der sogar mit expli­zitem Verweis auf seinen Top-Kunden die Umsatz- und Gewinn­pro­gnosen nach unten korri­gierte.

Apple: Rauf mit den Preisen

Apple selber kompen­siert die Stagna­tion mit erhöhten Preisen. So rechnet die Inter­net­platt­form Busi­ness Insider in einem offenen Brief vor, dass Apple, obwohl die Anzahl der verkauften iPhones nahezu gleich geblieben ist, gegen­über dem letzten Jahr 18 Prozent mehr Umsatz gemacht hat, der Gewinn sei sogar um 23 Prozent gestiegen. Doch Busi­ness Insider warnt davor, dass dies mögli­cher­weise nur ein Stroh­feuer sein könnte. So schätzen Wall­street Analysten, dass die Verkäufe schon im laufenden Fiskal­jahr um 2 Prozent zurück­gehen. Bei der Schweizer Bank UBS ist man sogar noch skep­ti­scher. Dort glaubt man an sieben Prozent weniger verkaufte iPhones und zwei Prozent Umsatz­rück­gang.

Der Grund dafür: die hohen Preise. Nicht jeder hat mal eben 1000 Dollar (oder Euro), die er für ein neues iPhone auf den Tisch legen kann, und schon gar nicht jedes Jahr. In manchen Ländern, wie etwa Indien (wo der Smart­phone-Markt noch deut­lich wächst) kostet das iPhones XS so viel, wie ein halber durch­schnitt­li­cher Jahres­lohn. Jedes nicht verkaufte iPhone schmerzt doppelt, denn diese Kunden fallen auch für die Apple-Services, wie die Musik­dienste oder Cloud-Storage aus, auf die Apple so große Hoff­nungen in der Zukunft setzt.

Aber auch in besser situ­ierten Ländern wächst die Einsicht, dass es nicht alle zwei Jahre ein neues iPhone sein muss. Der tech­ni­sche Fort­schritt von einer Genera­tion zur nächsten ist meist eher gering - jeden­falls nicht so groß, dass die Besitzer eines alten iPhones schon wieder so viel Geld locker machen wollen. Natür­lich gibt es da noch die beson­ders treuen Fans von Apple, die auch abseits ratio­naler Über­le­gungen zugreifen. Busi­ness Insider wirft dem iPhone-Hersteller vor, diese Loya­lität auszu­nutzen, um seine Kunden zu neppen und glaubt, dass diese sich das immer öfter nicht mehr bieten lassen werden - und sogar zur Konkur­renz wech­seln könnten.

Busi­ness Insider: Runter mit den Preisen

Die Lösung, die Busi­ness Insider anbietet: Preise senken. Das, so die Webplatt­form, könnte mögli­cher­weise erstmal ein biss­chen weh tut, wäre aber trotzdem leistbar, denn die iPhones bringen eine satte Marge. So liegen die reinen Mate­ri­al­kosten des iPhone XS Max bei 390 US-Dollar, verkauft wird es für 1100 Dollar. Und wenn da auch noch keine Ferti­gungs– und Trans­port­kosten mit einge­rechnet sind: Es sollte sich bei dieser Marge doch Luft für Preis­sen­kungen finden lassen. Glaubt zumin­dest Busi­ness Insider.

In Kürze ist Apple Pay auch in Deutsch­land verfügbar. Vor der Nutzung muss die Kredit­karte in der Apple Wallet hinter­legt werden. Darüber, ob das klappt, entscheidet auch Apple mit.


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