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Thema des Monats: Allnet-Flat

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12.01.2018 - 19:18
Internet über Infrarot

CES: Oledcomm stellt Li-Fi-Lampe MyLiFi vor

Nette Idee, aber viele Nachteile

Auf der CES 2018 wurde mit MyLiFi erstmals ein Li-Fi-Produkt für den Verbraucher­markt demonstriert. Es handelt sich um eine Schreibtisch­lampe, welche eine Netzwerk­verbindung über Infrarot anstatt WLAN zur Verfügung stellt. Damit Endgeräte wie Notebooks oder Desktop-Computer mit der unkonventionellen Methode umgehen können, wird ein entsprechender USB-Dongle mitgeliefert. Das Konzept entpuppt sich allerdings nur bedingt als Alternative zum gewohnten Drahtlos­netzwerk. Zu groß sind die Nachteile der Infrarot­verbindung, des Weiteren dürfte der horrende Preis von 840 US-Dollar eine große Hürde für Interessenten sein.

MyLifi: innovativ, aber wenig durchdacht

Die MyLiFi-Lampe ermöglicht eine Internetverbindung über Infrarot

Die MyLiFi-Lampe ermöglicht eine Internetverbindung über Infrarot
TheVerge

Heutzutage sind die meisten Endgeräte im eigenen Haushalt über WLAN vernetzt. Die drahtlose Verbindung wird von vielen stationären und mobilen Produkten unterstützt und es entsteht kein Kabel-Wirrwarr. Die Li-Fi-Technik versteht sich als Alternative zum Wi-Fi-Netzwerk, steckt aber quasi noch in den Kinderschuhen. Anstatt über Funkwellen transferiert dieses Verfahren die Datenpakete über Infrarot. Unsere Kollegen von The Verge konnten auf der CES 2018 die mit Li-Fi ausgestattete Smart-Lampe MyLifi von Oledcomm ausprobieren. Das Design der Schreibtischlampe sei gelungen und die Installation unkompliziert. Nur wenige Sekunden nachdem der Redakteur den Li-Fi-Dongle an sein MacBook angeschlossen hatte, stand bereits eine Internet­verbindung. Diese war mit 23 MBit/s auch recht ordentlich. Tatsächlich sind die einfache Handhabung und die Gestaltung der Lampe aber auch die einzigen Pluspunkte des Konzepts.

Die Nachteile von MyLiFi

Die MyLiFi-Lampe im Einsatz

Die MyLiFi-Lampe im Einsatz
TheVerge

Da es sich um eine Infrarot­verbindung handelt, ist ein unmittelbarer Sicht­kontakt zur Leuchte Pflicht. Verschiebt man das Endgerät nur ein wenig, wird die Internet­verbindung gekappt. Es gibt also kaum einen Vorteil im Vergleich zum gängigen LAN-Kabel. Noch abstruser mutet das Konzept an, wenn man bedenkt, dass MyLiFi selbst mit einem Ethernet­kabel verbunden wird. Die Lampe überbrückt also nur eine kurze Distanz zum Nutzer mit der Infrarot-Datenübertragung. Des Weiteren dringt Infrarot­licht bekannter­maßen nicht durch Wände, was ein großer Nachteil des Verfahrens an sich ist. Außerdem kann MyLiFi - zumindest aktuell - lediglich ein Endgerät mit einer Internet­verbindung versorgen. Durch diese Minus­punkte gepaart mit dem selbst­bewussten Preis von 840 US-Dollar dürfte es Oledcomms Erfindung nicht gerade einfach haben bei potenziellen Käufern.



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