mobil.teltarif.de
Suche Desktop-Version
Menü
05.11.2019 - 16:16
Schneller - billiger

Vodafone-Unitymedia senkt Preis für Gigabit-Anschlüsse

Wechsel möglich, wenn Technik vor Ort vorhanden

Im Zuge des "Zusam­menwach­sens" von Voda­fone und Unity­media werden weitere Voda­fone-Ange­bote auf bishe­rige Unity­media-Kunden ausge­weitet und umge­kehrt.

Wer das Glück hat, in einer der sechs "Unity­media Gigabit-Citys" zu wohnen, also in Düssel­dorf, Köln, Bochum, Frank­furt, Heil­bronn oder Mann­heim, wo es in einigen Stadt­teilen bereits ultra­schnelles Breit­band­kabel von Unity­media oder der ehema­ligen KabelBW gibt, kann ab sofort auch von "Deutsch­lands attrak­tivstem Gigabit-Angebot" profi­tieren, teilt die Voda­fone-Pres­sestelle heute mit.

Unity­media senkt Preise

Den Router "Vodafone Station" gibt es von zwei Herstellern: Arris und Technicolor. Er kann DOCSIC3.1, Ethernet, Telefonie und WLAN

Den Router "Vodafone Station" gibt es von zwei Herstellern: Arris und Technicolor. Er kann DOCSIC3.1, Ethernet, Telefonie und WLAN
Foto: Vodafone

Unity­media senkt die Preise seiner Tarife "2play Fly 1000" und "3play Fly 1000" für alle Neukunden (Voda­fone-Kunden, die jetzt erst­malig ein Unity­media-Produkt erwerben, gelten dann auch als "Neukunden"). Das kann sich lohnen, denn die Unity­media-Ange­bote sind fast um die Hälfte güns­tiger als der bishe­rige Voda­fone Red Internet & Phone 1000 Cable.

Neuer Kabel­router

Darüber hinaus führt das Voda­fone-Unter­nehmen Unity­media einen neuen Kabel­router ein, der den Gigabit-Über­tragungs­stan­dard DOCSIS 3.1 unter­stützt. Die neue "Voda­fone Station" löst die bishe­rige "Connect Box" ab, die Unity­media ihren Kunden bislang als Stan­dard-Leih­gerät für den Inter­netzu­gang zur Verfü­gung gestellt hatte. Die "Voda­fone Station" gibt es optisch gleich in zwei Vari­anten, eine vom Hersteller Arris (Touch­stone TG3442DE) und eine vom Hersteller Tech­nicolor (CGA4233DE).

Klares Ziel: Einheit­liche Produkte und Tarife

Das Ziel ist klar: Eine einheit­liche Produkt- und Tarif-Welt. Voda­fone will den rund 1,5 Millionen Haus­halten im Unity­media Kabel-Glas­faser­netz, die bereits einen Gigabit-Tarif buchen können, diese Gigabit-Geschwin­digkeit zu einer "einzig­artigen" Preis-Leis­tung anbieten. Die genannten Einstiegs­preise ("unter 20 Euro") klingen auf den ersten Blick traum­haft, aber nach einem Jahr wird es spürbar teurer, und derzeit gilt noch die Mindest­lauf­zeit von 24 Monaten, denn das geplante Gesetz ist noch nicht in Kraft.

High­speed in nahezu allen Bundes­ländern

"Jetzt sind unsere High­speed-Anschlüsse nun in nahezu allen Bundes­ländern Deutsch­lands buchbar", betont Andreas Lauken­mann, Geschäfts­führer Privat­kunden bei Voda­fone. „Damit machen wir Gigabit für derzeit mehr als 11 Millionen Haus­halte wirk­lich massen­markt­taug­lich – und hängen alle Glas­faser-Netz­betreiber um Längen ab.“

Gigabit-Kosten um mehr als 50 Prozent redu­ziert

Bislang lag der Grund­preis für einen "Gigabit-Anschluss" von Unity­media mit Internet und Tele­fonie (2play Fly 1000) bei 99,99 Euro im Monat. In Verbin­dung mit dem TV-Angebot zahlten die Kunden im Tarif "3play Fly 1000" sogar zehn Euro mehr, also 109,99 Euro.

Jetzt bietet Unity­media seinen Neukunden den "2play Fly 1000" Anschluss im ersten Vertrags­jahr zu 19,99 Euro und im zweiten Jahr zu 69,99 Euro pro Monat an. Für den 3play Fly 1000 inklu­sive TV sind anfangs 29,99 Euro und später 79,99 Euro fällig. Damit sinken die Preise um mehr als 50 Prozent auf das Niveau des Red Internet & Phone 1000 Cable, der im bishe­rigen Voda­fone Kabel-Glas­faser­netz (von KabelDeutschland) bereits vermarktet wurde.

Bestands­kunden können wech­seln

Voda­fone/Unity­media-Bestands­kunden in den Tarifen 2/3play Fly 30/150/400 können eben­falls sofort in die neuen Gigabit-Tarife wech­seln.

Einzige entschei­dende Bedin­gung: Der 1000 MBit/s-Anschluss muss an der "Schal­tadresse" (also da, wo der Kunde seinen Inter­netan­schluss haben und nutzen möchte) in den oben genannten Städten tech­nisch wirk­lich verfügbar sein.

Für Bestands­kunden im 2/3play Fly 1000 besteht auch eine Tarif­wech­selmög­lich­keit – sie zahlen dann den Preis, der norma­lerweise ab dem zweiten Jahr gilt. Zu beachten ist dabei, dass die 24-mona­tige Mindest­vertrags­lauf­zeit im Falle einer Umstel­lung neu anläuft.

Wenn echtes Gigabit, dann schneller Down­load

Wo es den echten Gigabit-Anschluss schon gibt, kann das Netz "gesto­chen scharfes HD-Fern­sehen" über­tragen und bietet im Ideal­fall echtes High­speed-Internet mit "blitz­schnellen Down­loads" (bis zu 1 GBit/s) und deut­lich lang­samerem Upload (bis zu 50 MBit/s bei 1 GBits; mit Option "PowerLoad" bis 100 MBit/s möglich) und IP-Tele­fonie in glas­klarer Qualität.

Eine Daten­menge von 4,7 Giga­byte (Inhalt einer gut gefüllten DVD) könne in weniger als einer Minute herun­terladen werden, verspricht Voda­fone. Zum Vergleich: Mit einer 16 MBit/s DSL-Verbin­dung würde es fast 40 Minuten dauern.

Wech­selga­rantie

Unity­media bietet allen Kunden eine "Wech­selga­rantie": Das ist eine 12-mona­tige "Test­phase ohne Risiko". Wer mit dem Gigabit-Tarif nicht zufrieden sein sollte, kann nach Ablauf des ersten Vertrags­jahres in einen leis­tungs­schwä­cheren und güns­tigeren Tarif wech­seln. Den Wechsel-Termin sollte man sich gut im Kalender markieren, um ihn nicht zu verpassen.

Design-Router für Gigabit-Surf­geschwin­digkeit

Alle Neukunden, die sich für einen Gigabit-Tarif oder einen lang­sameren Internet-Zugang entscheiden, erhalten die "Voda­fone Station" als Leih­gerät kostenlos dazu. Der Router wurde mit dem "Reddot Design Award 2018" ausge­zeichnet. Der Router spannt in der Wohnung ein WLAN-Netz (2,4 und 5 GHz, 802.11g/n/ac) auf und versteht am Eingang die Kabel­signale von DOCSIS 3.1. Voda­fone vermarktet diesen bereits im bishe­rigen KDG-Kabel­netz.

Statis­tisch viele Haus­halte erreichbar

Statis­tisch bieten Unity­media und Voda­fone in ihren "vereinten" Netzen etwa 11,2 Millionen Haus­halten die theo­reti­sche Möglich­keit, über "Kabel-Glas­faser" mit (bis zu) 1000 MBit/s im Internet zu surfen. Bis 2022 will Voda­fone diese Geschwin­digkeiten für 25 Millionen Kabel­haus­halte anbieten, was statis­tisch zwei Drittel aller Deut­schen wären.

Unbe­dingt genau infor­mieren

Wer sich für das Produkt inter­essiert, sollte sich vorher genau infor­mieren.

Gibt es Nach­barn im Haus oder in der Straße, die bereits Internet oder Fern­sehen und Telefon über das Koax­kabel beziehen? Wie sind deren Erfah­rungen? Bleibt das Internet auch zur Haupt­fern­sehzeit eini­germaßen stabil? Sind sie tele­fonisch zuver­lässig erreichbar?

Vermieter kann mitreden

Wenn Sie zur Miete wohnen, können Sonder­kondi­tionen gelten, weil bestimmte Ange­bote bereits in der Miete enthalten sind. Die genauen Kondi­tionen sollten Haus­verwal­tung oder der Vermieter kennen.

Kompli­ziert könnte es werden, wenn die Haus­instal­lation von einem "Netz­ebene-IV-Provider" betrieben wird. Dann muss eine Umstel­lung über diesen Anbieter ange­stoßen werden oder ist viel­leicht sogar gar nicht möglich. Leider können die erhal­tenen Auskünfte ("Ja, das geht" / "nein, das geht nicht") auf den ersten Blick falsch sein, man muss also gege­benen­falls mehr­fach intensiv nach­fragen und sollte sich das schrift­lich zusi­chern lassen, bevor man einen Vertrag unter­schreibt, der dann so gar nicht nutzbar ist.

Wechsel zu anderem Anbieter?

Wer auf das Gigabit umsteigen möchte und bereits Telefon und Internet (z.B. von der Telekom) haben sollte und seine gewohnte Rufnum­mern nicht verlieren will, darf nicht beim bishe­rigen Anbieter kündigen, sondern muss das den neuen Anbieter (z.B. Voda­fone/Unity­media) erle­digen lassen. Da die Fusion zu Voda­fone noch nicht zu allen TK-Anbie­tern bis ins Detail durch­gedrungen ist, kann es notwendig sein, dem neuen Anbieter auch die bishe­rigen Anbieter-Namen (z.B. KabelBW, Unity­media, Kabel­deutsch­land) zu nennen.

Während der Umstel­lung kann es zu Verzö­gerungen und Unter­brechungen der Versor­gung kommen. Deswegen allen wich­tigen Kontakten eine alter­native Rufnummer (z.B. Handy) nennen und regel­mäßig die eigene E-Mail-Adresse auf dem Handy/Smart­phone abrufen. Auch die Kunden-App des neuen Anbie­ters sollte schon instal­liert und einge­richtet sein.


Mehr zum Thema Internet über TV-Kabel

[Newsübersicht] RSS [Newsversand]