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22.12.2019 - 10:24
DVB-T2 HD

Plädoyer: RTL, Sat.1 und Co. gehören auf freenet TV Connect

Mit SmartTV-Apps Privat-TV kostenlos schauen

Die großen Privat­sender sind über das digi­tale Anten­nenfern­sehen DVB-T2 HD nur verschlüs­selt und gegen Gebühr zu sehen. Wer auf RTL, Sat.1 und Co. nicht völlig verzichten kann, muss aktuell für 5,75 Euro im Monat freenet TV abon­nieren.

Spätes­tens mit dem Start des Sender-über­grei­fenden Strea­ming-Portals Joyn haben Zuschauer jedoch nun die Möglich­keit viele über freenet TV verschlüs­selte Privat-TV-Programme wie Sat.1, Pro7, kabel eins, sixx oder Sport1 auch kostenlos zu sehen. Aktuell gibt es Joyn für Smart TVs mit dem Android-TV-Betriebs­system. Dieses findet sich zum Beispiel auf Geräten der Hersteller Sony und Philips. Für die entspre­chenden Geräte gibt es die App kostenlos im Google Play Store. Zudem wurde eine Joyn-Appli­kation für Samsung-Smart-TVs, die unter dem Betriebs­system Tizen laufen, zur Verfü­gung gestellt.

Wer TVs anderer Hersteller besitzt, kann in der Regel das Bild der Joyn-Android-App per Screen-Mirro­ring vom Smart­phone oder Tablet auf den Fern­seher bringen. Alter­nativ kann das Angebot von Joyn über Apple TV, Fire TV und Google Chro­mecast auf den Fern­seher über­tragen werden. Hierfür ist jeweils ein zusätz­licher Stick oder eine Box nötig.

Beim TV-Strea­ming-Dienst Zattoo sind eben­falls Programme, die über freenet TV verschlüs­selt sind, kosten­frei zu sehen. So gibt es Sport1 und Tele5 hier unver­schlüs­selt. Die Zattoo-App ist für die meisten SmartTVs verfügbar.

Über 20 Privat-TV-Sender kostenlos bei freenet TV Connect

Privat-TV kostenlos bei Joyn

Privat-TV kostenlos bei Joyn
Screenshot: Michael Fuhr

Es ist vor diesem Hinter­grund unver­ständ­lich, warum die großen Privat-TV-Sender ihre Programme nicht zusätz­lich kostenlos in schlech­terer SD-Qualität über freenet TV Connect anbieten. Hierbei handelt es sich um die HbbTV-Platt­form von freenet TV. Via DVB-T2 erfolgt die Verbrei­tung in einem Multi­plex, welcher gemeinsam mit dem ZDF genutzt wird. Damit ist die Reich­weite des Ange­bots deut­lich höher als das von freenet TV.

Um die Live­streams zu sehen, wird eine Inter­netver­bindung benö­tigt. Der Vorteil für Fern­sehzu­schauer ist, dass sie die Programme über die normale Sender­liste ihres DVB-T2-Recei­vers oder Fern­sehers anwählen können, also nicht zu einer Extra-App wie Joyn oder Zattoo wech­seln müssen.

Über freenet TV Connect werden aktuell über 20 Privat-TV-Sender kostenlos verbreitet, darunter auch beliebte Programme wie MTV, Comedy Central oder TLC. Beson­ders kurios: Während das Programm kabel eins über freenet TV kosten­pflichtig ist, gibt es den Ableger kabel eins Doku kostenlos bei freenet TV Connect.

Die großen Privat-TV-Sender könnten die freenet TV Connect-Platt­form auch nutzen, um gezielt Werbung für ihre kosten­pflich­tigen HD-Ange­bote zu betreiben. Laut dem Digi­tali­sierungs­bericht Video 2019 nutzen aktuell 2,3 Millionen Haus­halte das digi­tale Anten­nenfern­sehen, aber nur knapp eine Million Kunden zahlen für das werbe­finan­zierte Privat-TV über freenet TV.

Somit entgeht den Privat­sendern jede Menge Reich­weite. Mit einer kosten­losen SD-Verbrei­tung über freenet TV Connect könnten beide Zahlen steigen.

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