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08.09.2018 - 13:29
VR-Brillen

Kein Interesse: Virtuelle Welten mit dem Smartphone

Smartphone-VR befindet sich auf dem Rückzug

Smartphones galten lange als wichtiges Zugpferd für das Geschäft mit Erlebnissen in virtueller Realität - doch mit dem Auslaufen günstiger Paket-Angebote der Hersteller ist der Absatz entsprechender Spezialbrillen eingebrochen. Im vergangenen Quartal seien nur noch 409 000 der Brillen-Gehäuse verkauft worden, in die Smartphones als Display eingesetzt werden können, berichtete die Analysefirma IDC. Ein Jahr zuvor sei noch eine Million solcher Geräte abgesetzt worden, weil unter anderem die Hersteller Samsung und Google sie zusammen mit Smartphones im Paket verkauften.

Verbraucher sind schwer zu überzeugen

Verbraucher sind laut Analysten schwer davon zu überzeugen, VR-Brillen auszuprobieren.

Verbraucher sind laut Analysten schwer davon zu überzeugen, VR-Brillen auszuprobieren.
picture alliance/Jens Kalaene/dpa

Virtuelle Realität war trotz großer Erwartungen ein Nischengeschäft geblieben, weil hochwertige VR-Brillen teuer und klobig sind und sie eine Verbindung zu einem leistungsstarken Computer brauchen. Deshalb setzten etliche Firmen ihre Hoffnungen zunächst auf Smartphone-VR als günstigen Einstieg in die virtuelle Realität. Dank technischer Weiterentwicklungen gibt es inzwischen aber auch mehr relativ günstige und leichte Brillen, die - zwar mit einigen Abschlägen zu Top-Modellen - ein besseres Erlebnis dank eigener Displays bieten. Ein Paradebeispiel für ein solches Gerät ist die Oculus Go von Facebook. Sie verkaufte sich laut der Analysefirma IDC zusammen mit der baugleichen Brille Mi VR des Herstellers Xiaomi in China insgesamt 212 000 Mal.

Bei den teuren VR-Brillen gab es laut den Marktforschern zufolge im Jahresvergleich einen Absatzrückgang von gut 37 Prozent - weil ein Jahr zuvor die Verkäufe durch Rabattaktionen angekurbelt worden seien. Facebooks Oculus verkaufte demnach im vergangenen Quartal 102 000 Geräte seiner Brille Rift und Sony 93 000 Einheiten der Playstation VR. Konkurrent HTC kam dank des neu eingeführten Pro-Modells seiner Brille Vive auf rund 111 000 verkaufte Geräte.

Verbraucher seien nach wie vor schwer zu überzeugen, eine VR-Brille auszuprobieren, erklärte IDC-Analyst Jitesh Ubrani. Deshalb setzten die Anbieter inzwischen größere Hoffnungen auf das Geschäft mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Mehr Informationen zum Thema Virtual Reality im Überblick lesen Sie in einer weiteren News.

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dpa /

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