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02.03.2019 - 14:59
Breitbandausbau

Highspeed für Nachwuchs-Narren: Gigabit für Kölner Schulen

Köln ist Spitze, wenn es um Breitband für Schulen geht

Bereits Ende 2018 waren prak­tisch alle Schul­ge­bäude der insge­samt 264 Schulen in Köln an das Glas­fa­ser­netz von NetCo­logne ange­schlossen. Damit erfüllt die Stadt am Rhein die Ziel­vor­gabe des Landes NRW vier Jahre früher als gefor­dert. Spätes­tens bis 2022 sollen alle Schulen in NRW über einen schnellen Inter­net­zu­gang ver­fügen. Das Land schießt 3,6 Millionen Euro bei. Die Stadt Köln betei­ligt sich mit 1,8 Millionen Euro. Die Anschlüsse stellt NetCo­logne kosten­frei zur Verfü­gung.

Ober­bür­ger­meis­terin Henri­ette Reker und NetCo­logne Geschäfts­führer Timo von Lepel star­teten am 19. Februar die nächste Ausbau­stufe des gemein­samen Projekts: Die 1-Gigabit-Leitungen für die ersten fünf Kölner Berufs­kol­legs wurden frei­geschaltet. „Alle Glas­fa­ser­an­schlüsse in den Schul­ge­bäuden sind bereits für die Gi­gabit-Band­breite vorbe­reitet, die nun weiter ausge­rollt wird“, erklärt von Lepel. Heute verfügen 140 der 264 Kölner Schulen über ein Campus-weites WLAN-Netz. Mit Hilfe eines Iden­ti­täts-Manage­ment-Systems wird sicher­ge­stellt, dass nur die jewei­ligen Schüler und Lehr­kräfte der Schule auf das Campus-WLAN zugreifen können. Filter sorgen zudem dafür, dass unge­eig­nete Inter­net­seiten gesperrt werden.

Breitband Gigabit Köln Schulen

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette_Reker mit NetColonge-Chef Timo von Lepel (li.) und Rolf Wohlgemuth, Schulleiter des Erich-Gutenberg-Berufskollegs, geben den Startschuss für die erste Gigabit-Schule in der Domstadt
NetCologne

Biele­feld liegt zwar auch in Nord­rhein-West­falen, gilt allge­meinhin aber nicht als Kar­nevalshochburg. Dennoch gibt es für die Bürger und Unter­nehmen im Stadt­teil Alten­hagen allen Grund zum Feiern, denn die Stadt­werke Biele­feld wollen gemeinsam mit der BITel Glas­faser nach Alten­hagen bringen. Die Vermark­tung startete gestern. BITel ist opti­mis­tisch. „Wir stoßen in den Gebieten auf großes Inter­esse, da beson­ders Ge­schäftskunden im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung auf High­speed-Geschwin­dig­keiten ange­wiesen sind“, erklärt BITel-Vertriebs­leiter andreas Niehaus.

Vom närri­schen Treiben ist dann im hohen Norden, genauer gesagt in Hasel­dorf, nichts mehr zu spüren. Aber auch im südli­chen Schleswig-Holstein geht der Breit­bandausbau weiter. Der Zweck­ver­band Breit­band Marsch und Geest hat die Innogy SE mit dem Ausbau beauf­tragt. Innogy arbeitet hier mit Vitronet zusammen, die im Tiefbau von der Firma Kraft­team unter­stützt wird. Bis Ende 2020 sollen die Ausbau­arbeiten abge­schlossen sein.

PYUR setzt auf DOCSIS 3.1 und FTTB

Von der Karne­vals- in die wirk­liche Haupt­stadt: PYUR will in den kommenden Monaten für eine Millionen Berliner Gigabit-Geschwin­dig­keiten zur Verfü­gung stellen. Möglich macht dies die Einfüh­rung des Über­tra­gungs­stan­dards DOCSIS 3.1. Voraus­set­zung dafür ist die Abschal­tung des analogen Kabel­fern­se­hens, die noch bis Mitte des Jah­res läuft. Dadurch schafft PYUR im Kabel­netz freie Kapa­zi­täten, die für DOCSIS 3.1 benö­tigt werden.

Dagegen hat der Kabel­netz­be­treiber Ende Februar ein Glas­fa­ser­netz in Calau in Betrieb genommen. Davon profi­tieren rund 2.600 Haus­halte in der südbran­denburgischen Stadt. Selbst an eine zukünf­tige Aufrüs­tung ist gedacht werden. Dank mitver­legter Leer­rohre kann das FTTB- in ein FTTH-Netz umge­wan­delt, die Glas­faser also weiter vom Gebäude bis in die einzelnen Wohnungen geführt werden. Darüber hinaus kann Calau an eine sieben Kilo­meter lange Glas­fa­ser­trasse Gewer­be­ge­biete anschließen. Im Früh­jahr will die Stadt zudem WLAN-Hotspots einrichten.

VDSL2 ohne Vecto­ring

Neue Wege in Sachen Breit­band­ver­sor­gung geht M-net zusammen mit der Breit­band Main-Kinzig GmbH. In einem Pilot­pro­jekt in den Ortschaften Roden­bach, Frei­ge­richt und Hassel­roth werden neue Netz­werk­kom­po­nenten einge­setzt, mit denen die rund 8.500 ange­schlos­senen Haus­halte mit bis zu 100 MBit/s im Internet surfen können. Möglich macht dies das VDSL2-Über­tra­gungs­profil 35b, das den Frequenz­be­reich für VDSL von 17 auf 35 MHz erwei­tert und ohne Vecto­ring auskommt. Sechs Monate lang soll das Pilot­pro­jekt laufen. Dann will M-net entscheiden, ob das neue Übertragungs­profil auch andern­orts einge­setzt wird.

M-net Pilotprojekt VDSL2 Main Kinzig

Klaus Schejna, Bürgermeister der Gemeinde Rodenbach, Richard Zebisch, Niederlassungsleiter von M-net, Sibylle Hergert, Winfried Ottmann und Uwe Gütl beim symbolischen Knopfdruck für das neue VDSL-Übertragungsprofil
M-net

VDSL und Vecto­ring sind nicht die Themen, mit denen sich die Deut­sche Glas­faser beschäf­tigt. Sie baut reine Glas­fa­ser­netze wie etwa in Haim­hausen oder in Kriftel. Hier rollen seit Anfang der Woche im Gewer­be­ge­biet an der Guten­berg­straße die Bagger an. Morgens wird das Pflaster aufge­macht und Leer­rohre für die eigent­li­chen Glasfa­serleitungen werden verlegt. Zum Teil wird das Kabel unter der Straße hindurch „ge­schossen“. „Abends ist das alles wieder zu“, erklärt Kornel Helios, Geschäftskunden­berater bei der Deut­schen Glas­faser. Im April sollten die Arbeiten beendet sein.

Breit­band mit Förder­gel­dern

In Haim­hausen hat die Deut­sche Glas­faser bereits den Orts­kern ausge­baut. Nun fol­gen rund 200 Haus­halte in Rand­ge­bieten. Dafür stehen Förder­mittel in Höhe von ei­ner halben Million Euro zur Verfü­gung. „Das Projekt mit der Gemeinde Haim­hausen zeigt, wie mit einem Gesamt­erschlie­ßungs­kon­zept der schnelle privat­wirt­schaft­liche mit dem geför­derten Netz­ausbau klug aufein­ander abge­stimmt werden kann“, sagt Bernard Peterander, Projekt­ma­nager von Deut­sche Glas­faser.

In Markt­ober­dorf erhält auch die Deut­sche Telekom für ihren Breit­band­ausbau Förder­gelder. Aller­dings baut sie das dortige Netz nur auf 50 MBit/s aus – immerhin mit einem FTTH-Anteil, wie die Telekom im unter­neh­mens­ei­genen Blog schreibt. Da­rüber hinaus haben die Bonner in den vergan­genen Wochen auch den Ausbau auf 250 MBit/s weiter voran­ge­trieben. Aufgrund der Nähe zu Köln kann man aber getrost davon ausgehen, dass auch in Bonn bis Ascher­mitt­woch die Bagger ruhen.


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Marc Hankmann

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