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05.02.2019 - 09:15
Breitbandausbau

Mehr Tempo auf Schalke

Das Zukunftsprojekt Berger Feld erhält Glasfaser

Auf dem Vereins­ge­lände des FC Schalke 04 rollen bereits seit vier Jahren die Bag­ger für das Zukunfts­pro­jekt Berger Feld. Hier entstehen unter anderem die neue Geschäfts­stelle des Klubs sowie ein Profi- und Nach­wuchs­leis­tungs­zen­trum. Ende 2018 beschloss Schalke 04, das Zukunfts­pro­jekt mit Glas­fa­ser­an­schlüssen zu ver­sorgen. Deut­sche Glas­faser wird die Vereins­ge­bäude auf dem Berger Feld – darunter auch die Räume in der Veltins-Arena – redun­dant mit einer symme­tri­schen Bandbrei­te von insge­samt 20 GBit/s versorgen. Beson­ders wichtig sind die High­speed-An­schlüsse für das eSports-Team des FC Schalke 04. So können die Spiele der eSsport-Profis künftig flüssig ins Netz gestreamt werden.

Breitbandausbau Telekom Glasfaser

Die Deutsche Telekom will ihr Glasfasernetz bis Ende des Jahres um 60.000 Kilometer erweitern
Deutsche Telekom

Abseits der Fußball-Hoch­burgen war die Deut­sche Telekom in den vergan­genen Wo­chen aktiv. In verschie­denen Städten hat sie die Surf­ge­schwin­dig­keit auf bis zu 100 MBit/s erhöht. Andern­orts dürfen sich die Haus­halte dank Super-Vecto­ring sogar auf bis zu 250 MBit/s freuen. Und für dieses Jahr hat sich die Telekom einiges vorge­nommen: Ihr inzwi­schen über eine halbe Million Kilo­meter langes Glas­fa­ser­netz will sie um 60.000 Kilo­meter erwei­tern. Das kommt auch dem FTTH-Ausbau zugute. Für 2019 ist der Glas­fa­ser­ausbau bis in Haus für 61.000 Haus­halte in Bautzen, für 47.000 Haus­halte im Märki­schen Kreis sowie für 45.000 Haus­halte in der Region Nordsach­sen vorge­sehen. Im zweiten Quartal will die Telekom zudem den Glas­fa­ser­ausbau für 30.000 Stutt­garter Haus­halte starten und die Geschwin­dig­keit für weitere fünf Millio­nen Haus­halte auf über 50 MBit/s erhöhen.

Neues Schwer­ge­wicht mischt mit

Zu den übli­chen Unter­nehmen, die sich im Breit­band­ausbau betä­tigen, gesellt sich ein Schwer­ge­wicht aus der Ener­gie­branche: E.ON pumpt 130 Millionen Euro in seine Tochter e.discom, die damit ein FTTB/H-Netz in Bran­den­burg errichten soll. Im Land­kreis Märkisch-Oder­land sind von den sieben Ausbau­ge­bieten sechs an e.discom gegangen, die mit über 90 Prozent geför­dert werden. Der Ausbau soll im Früh­jahr 2019 starten und vier Jahre andauern, um 20.000 Haus­halte mit Glas­fa­ser­an­schlüsse zu versorgen.

Von der Förde­rung durch den Bund profi­tiert auch der Land­kreis Roten­burg (Wümme). Am 30. Januar wurde der erste Spaten­stich in Bremer­vörde-Plön­jes­hausen gefeiert. Die Gesamt­kosten des dortigen Ausbau­pro­jekts betragen rund 3,6 Millionen Euro. Knapp 2,5 Millionen Euro werden vom Bund mit 50 Prozent bezu­schusst. Weitere 154.000 Euro finan­ziert das Land Nieder­sachsen über EU-Mittel. Die dann noch verblei­bende Finan­zie­rungs­lücke teilen sich die Stadt Bremer­vörde und der Land­kreis je zur Hälfte.

Kabel auf dem Vormarsch

Auch die Kabel­netz­be­treiber tragen ihren Beitrag zum Breit­band­ausbau bei. Nach Angaben des Verbands Deut­scher Kabel­netz­be­treiber ANGA hat der Breitbandaus­bau zum Jahres­wechsel die Schwelle von zehn Millionen Gigabit-fähiger Internetan­schlüsse geknackt. Davon sind 7,3 Millionen Anschlüsse über glas­fa­ser­ba­sierte Ka­belnetze buchbar. Die von der ANGA vertre­tenen Kabel- und Glas­fa­ser­netz­be­treiber planen, bis 2025 drei von vier Haus­halten mit Gigabit-Anschlüssen zu versorgen.

Tele Columbus Unterzeichnung Bündniss Glasfaser Schleswig-Holstein

Tele-Columbus-Vorstandsvorsitzender Timm Degenhardt (li.) unterzeichnete die Bündniserklärung bei einem Treffen mit Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz
Tele Columbus

Einer der ANGA-Mitglieder ist die Tele Columbus AG, die kürz­lich dem Bündnis für den Glas­fa­ser­ausbau in Schleswig-Holstein beitrat. Ziel des Bünd­nisses ist eine flä­chendeckende Versor­gung des Landes mit Glas­fa­ser­an­schlüssen bis zum Jahr 2025. Tele Columbus ist mit der Marke PŸUR unter anderem in Kiel, Flens­burg, Lübeck und Neumünster aktiv. Im Kreis Plön entsteht in Koope­ra­tion mit dem Zweck­ver­band, in dem 46 Gemeinden des Kreises orga­ni­siert sind, ein Glas­fa­ser­netz mit einer Abdeck­ung von 95 Prozent der Haus­halte. Bis Ende des Jahres sollen Gigabit-Geschwindig­keiten in allen 46 Gemeinden zur Verfü­gung stehen.


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Marc Hankmann

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