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09.11.2018 - 12:00
Breitbandausbau

Bis zu 250 MBit/s: Breitband für Dr. Brinkmann

Die Deutsche Telekom bringt Glasfaser ins Glottertal

Andrea Würzburger weiß um die Bedeutung einer schnellen Internetverbindung fürs Glottertal. „In jedem Hotel erwarten die Gäste heute ein funktionierendes und schnel­les WLAN“, erklärt die Leiterin der Tourist Information Glottertal. „Und auch wir als tou­ristische Organisation arbeiten ja praktisch nur noch im Netz. Für die Werbemittel, für den eigenen Webauftritt oder für Social Media brauchen wir einfach ein sehr schnel­les Internet." Das liefert nun die Deutsche Telekom für die 3.300 Einwohner im Glot­tertal. Dafür zieht die Telekom durch den Westschwarzwald eine 1,7 Kilometer lange Glasfaserverbindung. Die Glasfaser reicht zwar nicht bis an die Gebäude, aber dank Super-Vectoring können die Haushalte und Unternehmen im Glottertal ab dem näch­sten Jahr mit maximal 250 MBit/s im Internet surfen.

Glasfaser fürs Glottertal

Damit in der Urlaubsregion auch weiterhin Ruhe und Erholung genossen werden kön­nen, setzt die Telekom die sogenannte Druckluftröhrchen-Technik ein. „Das heißt, wir nehmen ein Kupfer-Hauptkabel, das schon besteht, und in dem als Schutz gegen ein­dringendes Wasser ein Druckluftröhrchen enthalten ist. Und dort schieben wir jetzt ein Glasfaserkabel mit zwölf Fasern ein“, erklärt Telekom-Techniker Manuel Schultis. Das reduziert den Aufwand für Tiefbauarbeiten. Nur wenn das Druckluftröhrchen beschä­digt oder geknickt ist, müssen die Bagger anrollen. Wo die Telekom hingegen Gigabit-Speed bietet, hat der Konzern in seinem Blog veröffentlicht. Und natürlich geht auch der Vectoring-Ausbau der Bonner weiter.

Highspeed an Ems und Rhein

Vom Schwarzwald aufs platte Land, genauer gesagt ins Emsland, das insbesondere bei Fahrradtouristen beliebt ist. Hier sorgt die Deutsche Glasfaser für schnelles In­ternet. Bis zum Jahresende können 25.000 Haushalte im Emsland mit bis zu 1 GBit/s im World Wide Web surfen. „Damit nicht genug: Weitere 21.000 Anschlüsse sind schon in dieser Region geplant“, sagt Thomas Breer, Projektleiter Vertrieb bei Deut­sche Glasfaser. Das Unternehmen aus dem münsterländischen Borken hat in den vergangenen Monaten über 500 Kilometer Glasfaser verlegt und über 40 Millionen Euro investiert.

Etwas südlicher, im Rheinland, baut die Kölner Stadtwerketochter NetCologne mit Vectoring aus. Dafür stellt das Unternehmen 55 Nahbereiche mit 386 Kabelverzwei­gern um und erhöht dadurch die Surf-Geschwindigkeit von 50 auf maximal 100 MBit/s. Innerhalb dieser Nahbereiche verlegt NetCologne 25 Kilometer Glasfaser und inves­tiert 15 Millionen Euro. Die Umstellung soll im März 2019 abgeschlossen sein. Vom Ausbau profitieren 24 Städte, darunter zum Beispiel Aachen oder Leverkusen.

Glasfaserausbau M-net

M-net baut in Aislingen, Kempten und Schwiftung sein Glasfasernetz aus
M-net

Breitband für Industrie 4.0

Was NetCologne fürs Rheinland, ist M-net für München und Umgebung. Das Tele­kommunikationsunternehmen kooperiert dabei mit lokalen Netzbetreibern wie etwa der Miecom in Aislingen. Die Miecom hat in den Ortsteilen Windhausen und Rieder sowie dem Gewerbegebiet ein passives Glasfasernetz errichtet, über das M-net nun 60 Haushalten Internet mit bis zu 300 MBit/s sowie Telefonie und Fernsehen anbietet. In Kempten wird M-net zusammen mit dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW) in den kom­menden drei Jahren Stadtrandgebiete und umliegende Stadtteile mit Glasfaser ver­sorgen. Die Stadt Kempten begann im März 2018 zusammen mit AÜW und M-net da­mit, mehrere Gewerbegebiete und über 2.600 umliegende Privathaushalte mit Glasfa­ser zu erschließen. Mit der jetzigen staatlichen Förderung geht es weiter in die Fläche: Knapp 300 Gebäude mit über 350 Haushalten werden neu erschlossen. Und in Schwifting arbeiten die Münchener bereits zum zweiten Mal mit der LEW TelNet zu­sammen. Durch den jetzt beschlossenen Ausbau stehen zukünftig für 225 Haushalte bis zu 50 MBit/s zur Verfügung, einige werden sogar mit mehreren hundert MBit/s im Web surfen können.

Gerade für Unternehmen ist der Anschluss an ein Breitbandnetz wichtig, um die eigene Digitalisierung voranzutreiben - Stichwort Industrie 4.0. Das haben auch die Saarbrücker Stadtväter erkannt und für den Glasfaserausbau 1&1 Versatel engagiert. Der Telekommunikationsanbieter will insgesamt 26 Gewerbegebiete im Stadtgebiet an sein Glasfasernetz anbinden, darunter die Gebiete Europaallee, Faktoreistraße, Ber­liner Promenade und Landwehrplatz. Das Netz soll Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 GBit/s ermöglichen. Derzeit läuft die Nachfragebündelung in der saarländi­schen Landeshauptstadt an. Wem dann der Baulärm für das neue Glasfasernetz zu viel wird, der kann ein paar ruhige Tage im Glottertal verbringen oder durchs Emsland radeln – inklusive Highspeed Internet.


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Marc Hankmann

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