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06.06.2018 - 16:44
Breitbandausbau

Hier wird gebaut: Auch kleinste Gemeinden mit schnellem Internet

Gigabit-Geschwindigkeit für Wohnungen und Firmen

Die Fraueninsel ist ein beliebtes Ausflugs- und Ferienziel. Für ihre Gäste müssen die Bewohner mit der Zeit gehen. Dazu gehört auch die Anbindung an ein Breitbandnetz, was derzeit lediglich über LTE erfolgt. Für den Anschluss der Fraueninsel ans Gigabit-Zeitalter verlegt die Telekom von Gstadt am Chiemsee aus - wie berichtet - ein 1,2 Kilometer langes Glasfaserkabel, das in einer maximalen Wassertiefe von 25 Metern auf dem Boden des Sees liegen wird.

Es wird aber noch etwas dauern, bis Gigabit-Geschwindigkeiten auf der Frauen­insel zur Verfügung stehen. Die Telekom plant, das Seekabel im kommenden Jahr durch Industrietaucher zu verlegen. Um den Tourismus möglichst wenig zu stören, werden die notwendigen Tiefbauarbeiten auf der Insel im Herbst und Winter durch­geführt. Daher rechnen die Bonner erst 2021 mit der Fertigstellung des Netzes.

So lange müssen die Einwohner der Hattenhofener Ortsteile Loitershofen und Ostermoos 1 nicht mehr warten. Sie können ab sofort mit bis zu 1 GBit/s im Internet surfen. Immerhin 100 MBit/s stehen nun in Gerstungen, Kreischa (Ortsteile Kleincarsdorf, Quohren, Gombsen und Lungwitz) und Oederan (Stadtteile Breitenau, Börnichen, Görbersdorf, Kirchbach und Memmendorf) zur Verfügung.

Im Zeichen des Ausbaus

Die vergangenen Wochen standen bei der Telekom jedoch ganz im Zeichen des Baubeginns. So startete der TK-Konzern in Benshausen (Ortsteil Ebertshausen), Frankenberg (Ortsteil Gunnersdorf, Irbersdorf, Sachsenburg, Langenstriegis, Dittersbach und Mühlbach), Grabfeld (Ortsteil Jüchsen) und Hörselberg-Hainich (Ortsteile Craula, Großenlupnitz, Melborn, Reichenbach und Wenigenlupnitz) die Ausbauarbeiten. Ebenso rollten die Bagger in Ichenhausen (im Stadtbereich), Klingenberg (Ortsteil Colmnitz), Roßwein (Ortsteile Gleisberg, Haßlau, Littdorf, Seifersdorf, Wettersdorf und Wetterwitz), Röderaue (Ortsteile Frauenhain, Koselitz und Pulsen) und Wülknitz (Ortsteile Peritz und Tiefenau) an.

Damit nicht genug: Auch in Bielefeld (Vorwahlbereich 0521), Ilmtal (Ortsteile Großhettstedt, Kleinhettstedt, Oberwillingen und Niederwillingen), Kirchzarten (Vorwahlbereich 07661) und Lauter-Bernsbach (Orsteil Bernbach) sowie in Moringen, Stadtilm (Ortsteil Oberilm) und Wutha-Farnroda (Orsteile Mosbach, Schönau und Kahlenberg) nahm die Telekom die Schaufel in die Hand. Darüber hinaus starteten die Bonner die Ausbauplanungen in Bassum (Neubaugebiet Nedderbrake), Fürstenfeldbruck und Ungerhausen.

Spatenstich Münster-Hiltrup 1und1 Versatel

Spatenstich im Gewerbegebiet Hiltrup-Hansestraße mit Joachim Schmidt (Bezirksbürgermeister Münster-Hiltrup), Dieter Tüns (Leiter der Bezirksverwaltung der Stadt Münster), Klaus Kremer (Leiter Sales Development 1&1 Versatel), Linus Weistropp (STADTTEIL Offensive Münster-Hiltrup), Oliver Ahlers (Vorstand Wirtschaftsverbund Münster-Hiltrup), Marc Rosemann (Vertriebsleiter Business Sales NRW 1&1 Versatel) und Christian Tebel (Breitbandkoordinator der Stadt Münster)
Bild: 1und1 Versatel

1000 mal schneller als DSL

Die Konkurrenz schläft nicht. In Beverstedt erhalten 27 gemeindliche Gebäude einen Glasfaseranschluss. Dafür hat der Gemeinderat einen Kommunalvertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen. Der Vertrag sieht auch den Anschluss von Schulen vor, die nach Angaben des Unternehmens "zu besonders günstigen Konditionen" angeschlossen werden. "Digitale Bildung braucht Bandbreite", sagt Stephan Luerweg, Geschäftskundenberater bei der Deutschen Glasfaser. "Daher fördern wir die Schulen mit einem besonders attraktiven Tarifkonstrukt."

Auch für Unternehmen lohnt sich ein Glasfaseranschluss - und das nicht nur wegen der dringend benötigten Bandbreite, sondern auch, weil viele Netzbetreiber damit werben, dass den Unternehmen keine Baukosten entstehen, wenn sich genügend interessierte Firmen finden. So geschehen im Gewerbegebiet Hansestraße in Münster-Hiltrup. Dort baut 1&1 Versatel ein Netz mit bis zu 100 GBit/s - 1000 Mal schneller als DSL. 1&1 Versatel übernimmt die Kosten für die Tiefbauarbeiten, den Hausanschluss sowie die Installation und das Freischalten des technischen Equipments.

Bis zu 100 GBit/s kann der Kabelnetzbetreiber demnächst auch Gewerbetreibenden in Delitzsch anbieten. Dafür legt das Berliner Unternehmen nun mit der Wohnungsgesellschaft Delitzsch (WGD) den Grundstein für einen Glasfaser­ausbau bis ins Gebäude (FTTB). Davon profitieren in erster Linie 2200 WDG-Wohnungen. Doch durch den Netzausbau besteht die Möglichkeit für Unternehmen, ebenfalls ans Glasfasernetz angeschlossen zu werden. Die Pyur-Kunden unter den WGD-Mietern erhalten zudem ab 2020 einen kostenlosen Basis-Internetanschluss mit 2 MBit/s.


© WhatsBroadcast

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Marc Hankmann

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